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Pflegesymposium 2015

„Pflege braucht Vielfalt“

Am 15. Oktober 2015 hat die Versicherungskammer Bayern wieder zum Pflege-Symposium nach München eingeladen. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml.

Das Thema „Pflege“ nimmt einen immer größeren Stellenwert in Deutschland ein. Als Marktführer bei der gesetzlich geförderten Zusatzversicherung, dem so genannten „Pflege-Bahr“ wollen wir mit dieser Veranstaltungsreihe den Diskurs über dieses wichtige gesellschaftliche Thema fördern. Zwar ist in den letzten Jahren eine positive Entwicklung in der Diskussion spürbar, aber es ist immer noch Aufklärungsarbeit zu leisten: Sei es bei der finanziellen Vorsorge oder auch vom rechtlichen Standpunkt aus betrachtet.
Bei Pflege-Symposium diskutierten wir mit Vertretern aus Wissenschaft, sozialen Einrichtungen und Institutionen, sowie Kommunen, Ministerien und Medien.
Informationen zu den Referenten und deren Vorträgen sowie filmische Impressionen des Pflege-Symposium 2015 finden Sie hier:

 

Eröffnungsrede

Dr. Harald Benzing
Mitglied des Vorstands der Versicherungskammer Bayern
 
 

 

Moderator

Werner Hansch
Werner Hansch schrieb mit seinen energiegeladenen Reportagen Fußballgeschichte und gehört bis heute zu den beliebtesten und bekanntesten Kommentatoren im deutschen Fernsehen. Nichts ist einstudiert, sondern alles kommt aus dem Bauch. Ein Kommentator aus Leidenschaft. Dafür wurde er auch mehrfach ausgezeichnet. 1988 wurde er vom Verband deutscher Sportjournalisten für seine Military-Reportage bei den Olympischen Spielen in Seoul geehrt.
 

 

Autorin

Martina Rosenberg
Martina Rosenberg ist Autorin mehrerer Bücher, z.B.: Mutter, wann stirbst Du endlich. „Die Geschichte einer ganz normalen Familie, für die das Leben durch die Extrembelastung der Pflege der schwer kranken Eltern zum Albtraum wurde.“ Über die oft schwierige Situation von pflegenden Angehörigen sprechen Werner Hansch und Martina Rosenberg in unserer Talkrunde.
 

 

Wirbelsäulenerkrankungen – ein Risiko für Pflegebedürftigkeit?

Prof. Dr. med. habil. Michael Mayer
Chefarzt, Wirbelsäulenzentrum Schön Klinik München Harlaching
Eine Erkrankung oder Verletzung der Wirbelsäule bedeutete noch bis in die 1960er Jahre hinein für viele Pflegebedürftigkeit. Denn eine erfolgreiche Behandlung war praktisch unmöglich. Seit etwa 50 Jahren sieht die Sache anders aus: Erfindungen wie die Kernspin- oder die Computertomografie haben die Diagnostik und die Operationsmöglichkeiten von Wirbelsäulenerkrankungen revolutioniert. Kaum ein Patient wird danach zum Pflegefall. Welche Krankheitsbilder dennoch zur Pflegebedürftigkeit führen können und wie die Medizin diese verhindern kann, soll der Vortrag auf dem diesjährigen Pflege-Symposium darlegen.
 

 

Menschen mit Demenz in der WG: Eine Alternative Wohnform

Jürgen Hoerner
1. Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Landkreis München e.V.
Ein selbstbestimmtes unabhängiges und individuelles Leben im Alter ist trotz Hilfe- und Pflegebedarf in ambulant betreuten Wohngemeinschaften möglich. In diesem Vortrag werden die zentralen Rahmenbedingungen solcher Wohngemeinschaften in Bayern erläutert, ebenso die Voraussetzungen und Bedingungen der dort wohnenden Personen. Anhand von zwei Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz in Ottobrunn wird die Funktionsweise dieser Wohnform mit deren Vor- und Nachteilen geschildert. Verdeutlicht wird auch das Zusammenwirken von Pflege- und Betreuungspersonal mit dem Gremium der Selbstbestimmung und der Begleitung durch eine externen Moderation sowie der Einsatz ehrenamtlicher Unterstützung.

Vortrag Jürgen Hoerner (PDF, ca. 1,4 MB)
 

 

Pflege human gestalten

Wolfgang Zöller
ehem. MdB und Vorsitzender der Expertenkommission zur Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs
Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz werden zum 1. Januar 2017 der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt. Die bisherige Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen einerseits und kognitiven sowie psychischen Einschränkungen (insbesondere Demenzkranke) andererseits wird dadurch wegfallen. Im Zentrum steht der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen. Weitere wichtige Vorhaben der Politik sind aber auch, Pflegeberufe attraktiver zu machen und den bürokratischen Aufwand in der Pflege zu reduzieren, damit wieder mehr Zeit für die Menschen bleibt. Und natürlich müssen unsere Pflegekräfte fair bezahlt werden. Das kann nicht die Politik übernehmen, sondern das vereinbaren die Sozialpartner in Tarifverhandlungen miteinander.

Vortrag Wolfgang Zöller (PDF, ca. 1,3 MB)
 

 

Pflege von morgen – was müssen und können wir uns leisten?

Dr. Harald Benzing
Mitglied des Vorstands der Versicherungskammer Bayern
Viel ist geschehen seit unserem letzten Pflege-Symposium: Den Menschen ist klar, dass sich der Einzelne für den Pflegefall privat absichern muss. Die Politik hat gehandelt und bringt mit der Pflegereform einige Verbesserungen auf den Weg. 2017 steht die Umsetzung der zweiten Stufe auf dem Plan. Auch wir handeln, denn als Versicherungsunternehmen sehen wir uns ganz besonders in der Verantwortung. Wir wollen passende und bezahlbare Absicherungsmöglichkeiten für die Pflege im Heim und zu Hause anbieten.

Vortrag Dr. Harald Benzing (PDF, ca. 0,9 MB)
 

 

Rechtliche Aspekte von Pflegebedürftigkeit und Betreuung

Axel Listle
Rechtsanwalt, Eversheds Deutschland LLP
Als Anwalt mit den Schwerpunkten Arbeits- und Familienrechts ist Axel Listle mit den vielfältigen Fragen im Bereich Pflege vertraut. Allen von uns stellt sich die Frage: Was geschieht, wenn ich nicht mehr selbst über meine Angelegenheiten entscheiden kann? Welche (rechtlichen) Aspekte sollte ich im Hinblick auf eine eventuelle Pflegebedürftigkeit geregelt haben, die auch schon in jungen Jahren eintreten kann? Wie funktioniert das mit einem „bestellten Betreuer“ und wer bestellt diesen? Der Vortrag soll Antworten geben und Möglichkeiten aufzeigen, wie Menschen selbstbestimmte Entscheidungen in „guten Zeiten“ treffen können - etwa durch den geschickten Gebrauch der von unserer Rechtsordnung angeboten Instrumente der Patientenverfügung, Vorsorge- und Generalvollmacht und Betreuungsverfügung.

Vortrag Axel Listle (PDF, ca. 0,6 MB)