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Aktive Rentner | Titelbild
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Rüstig, rastlos, reich

Warum Rentner heutzutage niemals Zeit haben

70 ist das neue 60: Senioren sind so fit wie nie zuvor. Die Menschen in Deutschland werden nicht nur immer älter, sie bleiben auch bis ins hohe Alter gesund und aktiv. Die Rentner von heute haben nicht nur mehr Möglichkeiten für den Unruhestand – sie nutzen auch jede einzelne davon: Reisen, feiern, shoppen, erleben und vieles mehr. Die Folge der Entwicklung: Die Menschen sehen in der dritten Lebensphase immer stärker die Chance zur Selbstverwirklichung.

Liebe Leser, drücken wir mal auf die Stopptaste des Lebens und halten inne: Was ist nur mit den Rentnern von heute los? Unsere Altvorderen sind dauernd im Theater oder auf Konzerten, erleben tolle Reisen, sehen jünger aus als sie sind und lassen dagegen uns Jüngere oft alt aussehen. Spulen wir nur zwanzig oder dreißig Jahre zurück, sah das ganz anders aus: beigefarbene Einheitskleidung identifizierte die Rentner auf den Straßen. Krückstock, Badehaube und Einkaufstrolley waren typische Accessoires. Und das Kissen auf der Fensterbank schien das einzige Medium nach draußen zu sein.
Und heute? Heute haben die Rentner niemals Zeit: Sie sind in Konzerten oder im Theater. Laufen erst Marathon und dann den Jüngeren den Rang ab. Genießen das Leben in vollen Zügen, in neuen Autos oder erster Klasse auf Kreuzfahrtschiffen. Tanztee um fünf? Das war einmal.

Was Rentner im Unruhestand vorhaben

7 Jahre länger als gedacht: Laut Wissenschaft und Medizin wird sowohl die Lebenserwartung als auch die Gesundheit in Zukunft weiter zunehmen. Das heißt: Wer heute 40 Jahre alt ist, wird seinen Ruhestand noch wesentlich aktiver und anspruchsvoller genießen als die Rentner heute.
Woher kommt diese neue Rüstigkeit, dieser Jungbrunnen? Altersforscher Prof. Dr. Frider Lang kennt die Antwort. Der Leiter des Instituts für Psychogerontologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg forscht über Gesundheit, Lebensqualität und soziale Bindungen im Alter. Seine Erkenntnisse:

7 Gründe für ein langes Leben

Steigender Wohlstand
Der internationale Vergleich zeigt: Am ältesten werden die Menschen in den entwickelten und wohlhabenden Ländern. Es steht mehr Geld zur Verfügung für das Gesundheitssystem, für die medizinische Infrastruktur, für die Behandlung und Erforschung von Krankheiten etc. Hinzu kommt Stabilität: statt Bürgerkriege, Seuchen oder Hungersnöte sorgen Wohlstand und Sicherheit für mehr Lebensqualität. Das wiederum erhöht die Lebensfreude – ein wichtiger Faktor für ein langes Leben.
Medizinischer Fortschritt
Medizinische Verbesserungen verlängern das Leben und senken deutlich die Sterblichkeit bei den über 65-Jährigen. Die Chance, einen Herzinfarkt zu überleben, hat sich innerhalb von 40 Jahren verfünffacht. Noch ungeahnte medizinische Möglichkeiten bietet etwa die Genom- und Stammzellforschung. So arbeiten Forscher daran, dass eines Tages jeder Mensch per Stammzellen ein eigenes Ersatzteillager für seinen Körper bekommt.
Humanere Arbeitsbedingungen
Zu Beginn der Industrialisierung mussten Arbeiter noch große Strapazen erleiden: weite Wege zu den Fabriken, keine Wochenenden, fehlender Gesundheitsschutz und endlos harte Arbeit – um 1870 lag die Arbeitszeit noch bei 78 Stunden pro Woche. Heute ist die Situation völlig anders: Mit der Dienstleistungsgesellschaft sind viele gefährliche und körperlich anstrengende Jobs weggefallen. Außerdem arbeiten die Menschen deutlich kürzer, haben einen Arbeitsschutz, mehr Flexibilität und variable Arbeitszeiten.
Gesündere Lebensweise
Die Deutschen leben gesundheitsbewusster als frühere Generationen: doppelt so viel Obst- und Gemüseverbrauch pro Kopf seit 1935, sinkender Fleisch- und Alkoholkonsum seit den 90ern und immer weniger Raucher. Griffen 1978 noch 43 Prozent von ihnen zum Glimmstängel, waren es 2013 weniger als 30 Prozent. Zugleich treiben die Menschen bis ins hohe Alter mehr Sport: Von den rund 210.000 Menschen, die 2014 ein Sportabzeichen ablegten, war fast jeder fünfte 65 Jahre oder älter.
Bessere soziale Fürsorge
Leistungsumfang und Versicherungsschutz unseres flächendeckenden Sozialsystems haben sich seit Bismarck kontinuierlich verbessert. Z.B. steigen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung: 1925 von 1,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, auf über 3,2 Prozent im Jahr 1960 bis heute auf rund 6,5 Prozent. Mit der 1995 eingeführten Pflegeversicherung führen Pflegebedürftige ein weitgehend selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter.
Verbesserte Hygiene
Der Anstieg der Lebenserwartung liegt auch an besseren hygienischen Bedingungen: Sauberes Trinkwasser, flächendeckende Sanitäreinrichtungen und eine geregelte Abwasser- und Müllentsorgung haben gefährliche Infektionen nahezu ausgelöscht. Cholera, Tuberkulose oder Typhus forderten noch bis 1950 zahlreiche Todesopfer. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass mangelnde Wasserversorgung, Abwassermanagement und Hygiene für acht Prozent der Todesfälle in den Entwicklungsländern verantwortlich sind.
Alter = mehr Weisheit, Bildung = mehr Alter
Die Lebenserwartung steigt auch mit der Bildung. Gebildete ernähren sich besser, treiben mehr Sport, gehen häufiger zu Vorsorgeuntersuchungen und haben oft ein erfüllteres Leben – alles positive Faktoren für die Lebenserwartung. Ein höheres Bildungsniveau bedeutet oft ein besseres Einkommen und somit eine bessere medizinische Versorgung. Gutverdiener haben zudem weniger Existenzsorgen, arbeiten in Berufen mit geringeren Gesundheitsrisiken als Geringqualifizierte.
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Je oller, je doller – auch für Sie.

Spulen wir nun vor, bis eines Tages Sie selbst in Rente sind. Haben Sie schon Pläne? Oder feste Absichten, Aufgeschobenes endlich zu erleben und erledigen? Was auch immer Sie vorhaben – denken Sie daran, dass Sie im Schnitt 7 Jahre länger leben als gedacht. Prüfe Sie daher, ob Ihre Rente und Ihre Absicherung im Alter später ausreichen wird. Tipp: Am besten sorgen Sie mit einer privaten Altersvorsorge vor. Damit auch Sie eines Tages rüstig, rastlos – und reich sein können.

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