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Unwetter Elvira | Titelbild
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"Passiert schon nix …"

7 Irrtümer und 7 Wahrheiten über Versicherungsschutz gegen Unwetter

Wieder ein Unwetter: diesmal richtete ein Sturmtief namens Elvira mit derzeit rund 450 Millionen Euro teure Schäden an und forderte leider auch Menschenleben. Solche Naturgefahren machen erschreckend klar, wie groß das Risiko von Starkregen und Überschwemmungen ist. Viele Menschen unterschätzen die Naturgefahren, die durch den Klimawandel immer öfter und immer schlimmer auftreten. Überraschend dabei: es sind stets dieselben Irrtümer, die zur trügerischen Sicherheit führen – und zu fehlendem Versicherungsschutz. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in Berlin nennt 7 fatale Irrtümer, die wir Ihnen hier zeigen:

Erstens anders, zweitens als man denkt: Naturgefahren und wie man sich versichern kann

 1. Irrtum: Mein Haus ist nicht versicherbar.
Falsch! fast drei Viertel der Deutschen glauben laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2014, dass sich manche Häuser nicht oder nur schwer gegen Überschwemmung versichern lassen. Fakt ist jedoch: 99 Prozent aller Gebäude in Deutschland können gegen Naturgefahren versichert werden. Selbst Häuser, die in der Vergangenheit keinen Versicherungsschutz bekamen, können heute durch eine verbesserte Risikoanalyse, mehr Hochwasserschutz oder auch bauliche Maßnahmen versichert werden.

Tipp: Machen Sie unseren Risiko-Check, ob Ihre Immobilie in einer risikoreichen Gegend steht. Lassen Sie sich von unseren Spezialisten beraten. Denn gemeinsam finden Sie als Eigenheimbesitzer und wir als Ihr Versicherer in der Regel eine individuelle Lösung.

2. Irrtum: Nach Unwettern bekomme ich erst recht keine Versicherungspolice.
Die Statistik zeigt, dass gerade nach großen Schadenereignissen mehr Menschen ihr Haus versichern. Beispiel Bayern: In dem vom Hochwasser im Juni 2013 stark betroffenen Bundesland, waren damals (nach Stand 2013) laut GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft) 23 Prozent der Häuser gegen weitere Elementarschäden versichert. Nur zwei Jahre danach (2015) sind es bereits 26 Prozent. Auch bundesweit ist dieser Trend zu beobachten: Noch 2002 waren lediglich 19 Prozent der Haushalte gegen Hochwasser und Starkregen versichert, im vergangenen Jahr dagegen schon knapp 40 Prozent. Fakt ist daher: über 99% der Häuser in Bayern können bei der Versicherungskammer Bayern mit der Elementarversicherung geschützt werden – wenn das Bewusstsein der Menschen für Naturgefahren wie Starkregen ausgeprägter wäre.

3. Irrtum: Keine Gefahr, ich wohne weit weg vom Wasser.
Viele Menschen meinen, dass nur Hausbesitzer mit direktem Blick auf Isar, Donau oder Inn von einer Überschwemmung betroffen sein können. Fakt ist jedoch: Auch Unwetter-Phänomene wie Tornados, Gewitter, massiver Regen oder Hochwasser nehmen in Deutschland zu. Bei der Flut 2013 entstanden 85 Prozent der versicherten Schäden abseits der großen Flüsse – also eben genau nicht an den Häusern mit Flusspanorama. Laut der Forsa-Umfrage von 2014 können sich 90 Prozent der Deutschen nicht vorstellen, selbst Opfer eines Hochwassers zu werden. Umdenken hilft Leben und Vermögen retten!

4. Irrtum: Versicherungsschutz gegen Elementarschäden ist teuer.
Klar, was teuer oder günstig ist, empfindet jeder anders. Fakt ist jedoch: Eine Elementarschadenversicherung kostet meistens weniger als eine Vollkasko-Versicherung für das Auto. Dabei ist ein Eigenheim erheblich wertvoller und bedroht bei Verlust das liebgewonnene Zuhause und die finanzielle Existenz. Und wenn die Prämie in besonders risikoreichen Zonen doch einmal höher liegt als die einer Vollkasko-Police? Dann führen Sie sich vor Augen, dass es hier nicht um ein paar Beulen im Auto geht, sondern um mehrere hunderttausend Euro, teilweise sogar um Millionen.

5. Irrtum: Elementarschadenversicherung nur bei teurer Selbstbeteiligung.
Selbstbeteiligungen sind wie bei vielen Arten von Versicherungen auch bei der Elementarschadenversicherung möglich und manchmal sogar zwingend. Doch was ist hoch? Auch hier gilt es, die Höhe möglicher Selbstbeteiligungen in der richtigen Relation betrachten. Wenn Prämien bezahlbar bleiben sollen und die eigene Existenz finanziell abgesichert werden soll, ist der Selbstbehalt bei der Elementarschadenpolice ein guter und fairer Kompromiss.

6. Irrtum: Ich habe eine Wohngebäudeversicherung, da ist alles drin.
Eine Wohngebäudeversicherung deckt viele Gefahren ab, wie Brände, Blitzeinschläge, Sturm-, Hagel- und Leitungswasserschäden. Doch Schäden durch Starkregen, Hochwasser oder weitere Unwettergefahren sind oft nicht versichert. Das bezahlt die Wohngebäudeversicherung nur dann, wenn auch die Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde. In Bayern sind gerade mal 27 Prozent aller Wohngebäude gegen weitere Elementargefahren wie Hochwasser versichert – eine der niedrigsten Quoten in ganz Deutschland. Übrigens: Der Hausrat, also all die wertvollen Gegenstände im Haus, sind nur mit einer Hausratversicherung mit eingeschlossenem Elementarschutz versichert.

Tipp: Schauen Sie in Ihrem Versicherungsordner nach, ob bei Ihnen der Elementarschutz enthalten ist. Bevor ein Schaden passiert, können Sie gerne uns oder Ihren Berater anrufen – denn nur sicher ist sicher.

7. Irrtum: Wozu versichern? Vater Staat wird schon helfen.
Bei Unwetter- und Hochwasserrisiken verlassen sich die Deutschen gerne auf den Staat: Bei den letzten beiden großen Hochwassern in den Jahren 2002 und 2013, haben Bundes- oder Landesregierung tatsächlich zahlreiche Schäden beglichen. Von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen, ist jedoch gefährlich. Denn staatliche Zuschüsse sind erstens keine Garantie und zweitens müssen Immobilienbesitzer oft beweisen, dass sie sich um Versicherungsschutz bemüht haben. Bei der Versicherungskammer Bayern können nach heutigem Stand 99% aller Gebäude gegen Elementarschäden versichert werden. Und selbst über das verbleibende Prozent kann man reden: Selbstbeteiligung, Präventionsmaßnahmen und ein inzwischen besserer Hochwasserschutz machen mehr möglich. Fakt ist also: Nur die Elementarschadenversicherung garantiert im Ernstfall finanzielle Hilfe – der Staat hingegen nicht.
 
Quelle: GDV

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