Versicherung Drohne

Drohne im Anflug

Versicher­ung für Drohnen: Wenn’s blöd fliegt, haften Sie mit Ihrem Vermögen.

Versicherung Drohne

Drohne im Anflug

Versicher­ung für Drohnen: Wenn’s blöd fliegt, haften Sie mit Ihrem Vermögen.

Was im Kinderzimmer noch ein Spaß ist, entwick­elt sich in der Luft zu einem echten Prob­lem: Drohnen sind den Kinder­schuhen ent­wachsen und zu echten Über­fliegern und Prob­lemen geworden. Daher hat der Bundes­verkehrs­minister eine neue Ver­ord­nung erlassen. Welche Vor­schriften gelten nun für Drohnen­piloten? Wer haftet bei Schäden und welche Versicher­ung zahlt?

Unser Video gibt einen Überblick:

Schon die Zeitungsüberschriften machen nach­denklich: „A 99: Auto kollidiert mit Drohne.“ „Drohne kracht gegen Olympia­turm – und stürzt beinahe auf Familie.“ „Zehn Meter am Flug­zeug vorbei.“
Drohnen als Spiel­zeuge, fliegen­de Kameras oder Transport­vehikel sind immer stärker im An­flug. Weil die Preise für die univer­sellen Flieger fallen, steigen immer mehr von ihnen in die Luft.
400.000 Flieger sind nach Schätz­ungen bereits heute. Drohnen-Her­steller und Polizei rechnen in den nächs­ten drei Jahren mit einer Verdrei­fach­ung der Ver­kaufs­zahlen auf 1,2 Millio­nen zivile Drohnen. Doch mancher Hobby­pilot hat dabei die Rech­nung ohne den Gesetz­geber gemacht: Denn einfach so darf eine Drohne meistens nicht in die Luft steigen.
Drohnen-Piloten aufge­passt: Seit dem 7. April gilt die neue Drohnen-Verord­nung. Ab 1. Oktober 2017 gelten die Kenn­zeichnungs­pflicht (für Drohnen ab 250 Gramm) und der Kennt­nis­nach­weis (für Drohnen ab 2 kg).
Manche von ihnen sind nicht viel größer als ein Finger­nagel und schwirr­en wie ein Insekt durch die Luft. Andere messen mehr­ere Meter und bringen es auf eine Geschwin­digkeit von 130 Stunden­kilo­metern. Die unbe­mann­ten Flug­körper sind inzwisch­en in den unter­schied­lichsten Aus­führ­ungen bereits ab ca. 20 Euro zu haben.
So unter­schied­lich Leis­tung und Reich­weite sind, so viel­seitig sind auch ihre Einsatz­gebiete: Bei Video­drehs mit Kamera ausge­stattet machen sie spekta­kuläre Auf­na­hmen aus der Vogel­pers­pektive. Für eilig benö­tigte Ware sollen sie für Händler und Super­märkte zum Liefer­anten werden. Und Hobby­piloten lassen Drohnen kunst­volle Flug­manöver voll­führen. Das alles klingt nützlich und harm­los. Doch nicht immer hat hat der Pilot alles im Griff oder Glück. Seit April 2017 gilt eine neue Bundes­ver­ordnung:
Drohnen-Verordnung
Nach zu vielen Unfällen und Beinahe-Katas­trophen gelten seit dem 7. April 2017 neue Vor­schriften: Was Drohnen-Besitzer be­achten müssen – hier auf einen Blick.

Brauche ich einen Drohnen-Führer­schein oder eine Kenn­zeich­nung?

Das hängt vom Gewicht der Drohne ab. Mit der neuen Verord­nung sind die Pflichten gestaffelt:
  • Ab einem Gewicht von 250g muss die Drohne mit Namen und An­schrift des Besitz­ers gekenn­zeichnet sein. Diese Regel gilt ab 1. Oktober 2017.
  • Besitzer von fliegen­den Geräten über 2kg brauchen einen Führer­schein. Der Nachweis kann eine be­stand­ene Online-Prüf­ung beim Luft­fahrt-Bundes­amt, eine Ein­weisung durch einen Luft­sport­verein oder eine Piloten­lizenz sein. Mindest­alter des Drohnen-Piloten: 16 Jahre. Auch das gilt ab 1. Oktober 2017.
  • Über 5kg und für den Flug bei Nacht wird es richtig amt­lich: ohne Erlaub­nis der Luft­fahrt­behörden bleibt die Drohne am Boden.
 

Welche allgemein­gültigen Vorschriften gelten?

Unabhängig von Größe und Gewicht gilt immer:
  • Drohnen und Modellflugzeuge müssen stets bemann­ten Luft­fahr­zeugen aus­weichen.
  • Die Drohne muss immer unter 100m Flug­höhe bleiben.
  • Verboten sind soge­nannte Überflug­bereiche wie Flug­häfen, Be­hörden, Einsatz­orte von Polizei und Rettungs­kräften, Industrie­anlagen, Haupt­verkehrs­wege, Menschen­ansamm­lungen und weitere Verbots­zonen. Übrigens auch Wohn­grund­stücke – die Privat­sphäre gilt auch für Drohnen.
  • Das Gleiche gilt, wenn die Drohne (unab­hängig von ihrem Gewicht) in der Lage ist, optische, akus­tische oder Funk­signale zu em­pfangen, zu über­tragen oder aufzu­zeichnen.

Gibt es für Drohnen Flugverbotszonen?

Infor­mieren Sie sich unbe­dingt über kurz­fris­tige Flug­ver­bots­zonen.
Ja, es sind die gleichen, die auch für Modell­flug­zeuge gel­ten. Dauer­hafte Flugverbots­zonen gibt es an Flug­häfen, Kraft­werken und Militär­einrich­tungen. Infor­mieren sollten Sie sich unbe­dingt aber auch über kurz­fris­tige Flug­verbots­zonen: Zum Beispiel galt während des G7-Gipfels absolutes Modell­flug- und Drohnen­verbot von Ingolstadt bis zum Alpenrand.

Darf ich mit meiner Drohne alles filmen und fotografieren?

Nein, denn es gibt das soge­nannte „Recht am eigenen Bild“. Das bedeutet, dass Sie Men­schen, deren Ge­sich­ter auf Fotos erkannt werden könnten, nicht einfach so auf­nehmen und ver­öffent­lichen dürfen. Es sei denn, diese Person gibt Ihnen die Erlaub­nis. Oder es handelt sich um eine Menschen­masse, wo es Zufall ist, wer gerade wo steht oder geht. Und: So wie man nicht auf eine Leiter steigen darf, um über die Hecke des Nach­bars zu schauen, so darf man diesen Sicht­schutz auch nicht mit einer Drohne über­fliegen, um „nachzu­schauen“ oder gar Fotos zu machen.

Welche Strafen drohen Drohnen-Besitzern bei Miss­achtung?

Haft­strafen wegen gefähr­lich­en Ein­griffs in den Luft­ver­kehr sind mög­lich.
Lässt ein Pilot seine Drohne über nicht erlaubte Gebiete, Objekte, Ge­bäude oder Menschen­ansamm­lungen fliegen, riskiert er bis zu zehn Jahre Ge­fängnis.
Bei­spiel Flug­hafen: Schnell droht ein Verfahren wegen gefähr­lichen Ein­griffs in den Luft­verkehr. Denn Drohnen­flüge in diesen Höhen und im Umkreis von 1,5 Kilo­metern um einen Air­port sind verbo­ten. Dem 36-jährigen Mann, der im Olympia­park München seine Drohne hat fliegen und gegen das Dreh­restau­rant zer­schellen lassen, droht eben­falls eine lange Haft­strafe. Denn seine Drohne krachte nach dem Auf­prall keine 10 Meter neben einer Familie zu Boden – lebens­gefährlich.

Brauche ich eine Drohnenversicherung?

Ja, es besteht eine Versicher­ungs­pflicht, außer Sie lassen Ihre Drohne nur in ge­schloss­enen Räumen flie­gen. Ein Bei­spiel: Eine Drohne stürzt wegen eines leeren Akkus ab, schlägt vor einem fahr­en­den Auto auf und der Fahrer baut vor Schreck einen Un­fall. Fliegen ohne ent­sprech­enden Ver­sicher­ungs­schutz zieht ein Buß­geld nach sich und im Falle eines Scha­dens haftet der Droh­nen-Pilot mit seinem gesam­ten privaten Vermö­gen.
Bei der Privaten Haftpflichtversicherung der Ver­sicher­ungs­kammer Bayern sind soge­nannte Indoor-Flug­modelle für die Ver­wen­dung in ge­schloss­enen Räumen mit­ver­sichert. Outdoor-Multi­copter können aktuell bis zu einem Ab­flug­gewicht von 5 kg gegen einen pau­schalen Mehr&shy,beitrag in Höhe von 42 Euro netto mit­versichert werden.

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Privat-Haft­pflicht­ver­sicher­ung

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