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10. Klima-Symposium der Versicherungskammer Bayern

9. März 2015: Energiewende als Generationenprojekt

Strukturwandel durch ambitioniertes Handeln vorantreiben Versicherungskammer Bayern offen für Infrastrukturprojektbeteiligungen


Mit der Fragestellung „Energiewende geschafft – Klimawandel gestoppt?“ beschäftigt sich das 10. Klimasymposium der Versicherungskammer Bayern. Unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf referieren Experten aus Wissenschaft, Politik, Energie- und Versicherungswirtschaft über Handlungsoptionen, um mit den Folgen des Klimawandels bestmöglich umzugehen. Scharf fordert alle Akteure auf, engagiert beim Klimaschutz mitzuwirken. Die Versicherungskammer Bayern zeigt sich offen für ein Engagement in Infrastrukturprojekten, um so einen weiteren Beitrag zum Klimawandel zu leisten.

München. Optimistisch äußert sich die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, die Themen Klimaschutz und Energiewende nachhaltig in Bayern umzusetzen. "Bayern will beim Klimaschutz Vorreiter in Deutschland sein. Wir haben ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2050 sollen die Treibhausgas-Emissionen pro Einwohner und Jahr in Bayern auf weniger als 2 Tonnen sinken", so Scharf im Rahmen des 10. Klimasymposiums der Versicherungskammer Bayern, dessen Schirmherrschaft sie übernommen hat. Scharf: "Klimaschutz ist 2015 eines unserer Top-Themen. Wir wollen einen Beitrag für einen erfolgreichen Weltklimagipfel in Paris leisten. Ziel ist, alle Beteiligten – Bürger, Unternehmen und Kommunen – mit ins Boot zu holen. Dabei setzen wir auf drei Säulen: Wir sparen CO2. Wir machen Bayern klimasicher, zum Beispiel mit insgesamt 3,4 Milliarden Euro für den Hochwasserschutz. Zudem fördern wir die Klimaforschung." Bis zur Weltklimakonferenz im Dezember legt Bayern den ersten bayerischen Klima-Report vor. Scharf: "Wie der Weltklimabericht global, wird der bayerische Klima-Report den Klimawandel in Bayern genauer beleuchten. Wir schaffen damit eine wissenschaftlich fundierte regionale Grundlage für weitere Entscheidungen in der bayerischen Klimapolitik."
Wie Versicherer dem Klimawandel optimal begegnen und die Energiewende sinnvoll begleiten, beschreibt Barbara Schick, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern. So leisten ausschließlich Versicherer durch die Abdeckung von sogenannten Elementarrisiken einen verlässlichen Schutz gegen Naturgefahren. "Das Angebot eines überzeugenden Versicherungsschutzes, eine schnelle, kooperative Regulierung im Schadenfall sowie die umfassende Beratung zur Prävention durch bauliche Maßnahmen sind wesentliche Kernkompetenzen der Versicherungskammer Bayern", so Schick.
Neue Formen der Energieerzeugung wie Geothermie, Biogas, Photovoltaik und Windenergie begleitet der größte öffentliche Versicherer mit der Bereitstellung von Versicherungslösungen und der Beratung bei Planung, Bau und Betreiben entsprechender Anlagen. Allein im Freistaat hat der bayerische Marktführer rund 1.000 Biogasanlagen versichert (Marktanteil ca. 50 Prozent im Geschäftsgebiet). Mit einer Deckung bei rund 120.000 Photovoltaikanlagen vertraut jeder Vierte Betreiber auf die Kompetenz der Versicherungskammer Bayern. Ein Engagement in erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte ermöglicht es den Versicherern, einen weiteren Beitrag zum Klimawandel zu leisten. "Die Versicherungskammer Bayern ist bereit sich künftig bei geeigneten Projekten in diesem Bereich zu engagieren", so Schick weiter.
Eine echte Energiewende könne langfristig nur dann gelingen, wenn Wärme und Kraftstoffe über regenerativen Strom und die entsprechenden chemischen Synthesen (Power to Gas und Power to Liquid) erzeugt werden. "Die zukünftige Industriegesellschaft wird also eine Stromgesellschaft sein, die Strom, Wärme und Kraftstoffe für Haushalte, Verkehr und Industrie aus und über regenerativen Strom erzeugt", so Prof. Dr. Martin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung. Seiner Ansicht nach sind Energiewende und Rohstoffwende die Fundamente einer nachhaltigen Industriegesellschaft. Wenn Deutschland dafür innovative Technologien und Geschäftsmodelle entwickle, eröffnen sich große industriepolitische Chancen für unsere exportorientierte Wirtschaft. Faulstich weiter: "Es gilt den notwendigen Strukturwandel durch ambitioniertes Handeln voranzutreiben."
Viele Hinweise, dass das Wettergeschehen in Zukunft extremer wird, sieht Wetterexperte Sven Plöger und sagt: "Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energieformen, der sparsamere und effizientere Umgang mit Energie ist eine der zentralen Maßnahmen, um dem anthropogenen Anteil des Klimawandels zu begegnen." Während es auf internationaler Ebene meist nur zu Lippenbekenntnissen reiche, geschehe dagegen auf kommunaler Ebene in Deutschland bereits viel. Dennoch sieht Plöger die Energiewende in Deutschland als ein Generationenprojekt, weshalb eine solche Transformation der Energieversorgung in einem Industrieland mit 80 Millionen Einwohnern nicht unterschätzt werden darf. "Eine Ausgewogenheit zwischen notwendiger Geschwindigkeit in der Umsetzung einerseits und der Zeit, die eine politische Diskussion benötigt um eine Gesellschaft nicht bis zum Zerreißen zu spannen, ist nicht leicht zu finden", ergänzt Plöger.
Alle Vorträge des 10. Klimasymposiums sind ab 9. März unter www.vkb.de/Über uns/Veranstaltungen/Klima-Symposium 2015 als Download abrufbar.
Auf Anfrage sind Fotos der Veranstaltung erhältlich.
Konzern VKB
Der Konzern VKB ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und unter den Top Ten der Erstversicherer. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte er Beitragseinnahmen von insgesamt 7,25 Mrd. Euro (vorläufig). Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig; im Krankenversicherungsgeschäft zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit. Der Konzern VKB ist mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet und hat rund 6.800 Beschäftigte, davon über 400 Auszubildende.