Verhalten Autounfall

Verhalten nach einem Autounfall

Autounfall – was tun?

Verhalten Autounfall

Verhalten nach einem Autounfall

Autounfall – was tun?

Die Aufregung nach einem Auto­unfall ist meist groß. Trotzdem sollten Sie ver­suchen, einen kühlen Kopf zu be­wahren – und einige wichtige Schritte be­folgen. Unsere Check­­liste zeigt Ihnen, was Sie nach einem Un­fall unbe­dingt beachten sollten.

Unfallstelle absichern

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Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, ziehen Sie die Warn­weste an und stellen Sie ein Warn­drei­eck auf. Am besten 100 Meter (auf Land­straßen) beziehungs­weise 200 Meter (auf Auto­bahnen) hinter der Unfall­stelle. Bei Dunkel­heit sollten Sie die Fahrzeug­beleuch­tung einschalten.
Bei Bagatell­schäden müssen Sie die Unfall­stelle unverzüglich räumen. Skizzieren Sie die Positionen der Fahr­zeuge und machen Sie Fotos aus verschiedenen Perspektiven. Verlassen Sie rasch die Fahr­bahn und begeben Sie sich an einen sicheren Ort, zum Beispiel hinter die Schutzplanke der Autobahn.

Erste Hilfe leisten – Notruf 112

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Wurde jemand verletzt? Falls ja, sind Sie ver­pflichtet, Erste Hilfe zu leisten. Hierzu gehört be­reits, den Not­ruf unter der 112 zu wählen – diese Nummer gilt europa­weit. Bis der Rettungs­dienst eintrifft, versorgen Sie die Verletzten mit Erste-Hilfe-Maß­nahmen. Im Verbands­kasten Ihres Autos finden Sie die wichtigsten Verbandsmaterialien.

Polizei rufen – Notruf 110

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Bei Unfällen mit Toten, Verletzten und erheblichem Sach­schaden sollten Sie die Polizei rufen. Steht ein Unfall­beteiligter unter Alkohol- oder Drogen­einfluss, empfiehlt es sich eben­falls, die Polizei zu ver­ständi­gen. Eben­so, wenn sich die Schuld­frage nicht klären lässt oder wenn Person­en beteil­igt sind, die im Aus­land wohnen, oder Fahr­zeuge, die im Aus­land zugelassen sind.
Die folgenden Informationen sollten Sie der Polizei mitteilen:
  • Wer meldet? (Name und Standort)
  • Wo ist etwas passiert? (Unfallort)
  • Was ist passiert? (Zahl der Verletzten, Unfallfolgen und Verletzungen schildern)
  • Warten auf Rückfragen!
Beenden Sie das Gespräch niemals selbst, vielleicht hat die Rettungs­­leitstelle noch Fragen an Sie. Achten Sie darauf, dass die Posi­tionen der Fahr­­zeuge bis zum Ein­­treffen der Beamten nicht verändert werden.

Personalien austauschen

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Notieren Sie die wichtigsten Daten der anderen Unfall­beteiligten (Name, Anschrift, Versicher­ung, Versicherungs­nummer und Kenn­zeichen des Fahr­zeugs) und der Zeugen. Auch Sie müssen auf Ver­langen Ihren Namen und Ihre An­schrift angeben, Führer­schein und Fahrzeug­schein vor­weisen und Angaben über Ihre Versicherung machen. Andern­falls machen Sie sich strafbar. Am einfachsten ist es, wenn Sie die Service­karten austauschen.

Warte- und Meldepflicht

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Ist niemand an der Unfallstelle zu sehen, etwa nachdem Sie gegen ein gepark­tes Auto gestoßen sind, müssen Sie in jedem Fall eine ange­messene Zeit warten. Wie lange, hängt von den Um­stän­den wie Ort, Tages­zeit und verursach­tem Schaden ab.
Kommt nach einer Weile niemand, dürfen Sie sich ent­fernen, müssen aber Namen und An­schrift am Unfall­ort hinter­lassen. Außerdem müssen Sie einer nahe gelegenen Polizei­dienst­stelle unver­züglich melden, dass Sie am Unfall beteiligt waren.

Schadensmeldung bei der Versicherung

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Pauschale Schuld­bekenntnisse gegenüber Ihrem Unfall­gegner sollten Sie nicht abgeben. Ver­gessen Sie nicht, den Schaden der Versicher­­ung zu melden. Diese hilft Ihnen schon an der Unfall­­stelle, auch wenn Sie sich im Schadens­fall un­sicher sind.

0800 62 36 62 36
SchadenSoforthilfe
Die Versicherungs­kammer Bayern gibt Ihnen wert­­volle Hin­weise zu den nächsten Schritten und bietet Ihnen zusätz­­liche Services an, etwa den Werk­­statt Service mit attrakti­ven Mobilität­s­extras (darunter ein Hol- und Bring­­service). Rufen Sie unsere SchadenSoforthilfe an, auch wenn Sie sich nicht schuldig fühlen!
Prüfen Sie vor der Weiterfahrt die Verkehrs­sicherheit Ihres Fahr­zeugs. Säubern Sie die Unfall­stelle und vergessen Sie Ihr Warn­dreieck nicht.

Der Unfallbericht – Ihr Protokoll

Nachdem Sie alles Notwendige veranlasst haben, füllen Sie gemein­sam mit dem Fahrer des anderen Fahr­zeugs den Europä­ischen Unfall­bericht aus. In diesem Formu­lar werden der Schadens­hergang und alle wesent­­lichen Daten fest­gehalten.

Worauf ist beim Ausfüllen des Unfall­berichts zu achten?

  • Tragen Sie neben Ihren eigenen auch die Kontakt­daten von Zeugen ein, die etwas zum Unfall­hergang sagen können.
  • Geben Sie unter der Kästchen­reihe die Summe der ange­kreuzten Felder an. Sonst ist der Bericht un­gültig.
  • Unter­schreiben Sie keine Formu­lare, die in einer Sprache ver­fasst sind, die Sie nicht verstehen.
  • Schicken Sie das Formular möglichst zeit­nah an Ihre Versicherung.
Keine Sorge: Indem Sie den Unfall­bericht ausfüllen, gestehen Sie keine Schuld am Unfall ein. Es geht hier ledig­lich darum, die Fakten festzu­halten und zu dokumentieren.
Den Europäischen Unfall­bericht sollten Sie sich aus­drucken und idealer­weise immer im Handschuh­fach haben. Dann ist er nach einem Unfall gleich griffbereit.

Kleine Schäden sofort begleichen

Nach einem selbst verschuldeten Unfall kann es vorteil­haft sein, einen kleiner­en Schaden am eigenen be­zieh­ungs­weise am anderen Fahr­zeug selbst zu be­gleichen. So behal­ten Sie Ihren Schaden­freiheits­rabatt und können unter Um­ständen eine Menge Geld sparen. Sollten Sie sich dafür ent­scheiden, setzen Sie eine Abfindungs­erklärung auf und lassen Sie diese vom Unfall­gegner unter­schreiben.
So könnte eine Abfindungserklärung aussehen:

Abfindungserklärung

Ich bestätige hiermit als Geschädig­ter (Vor­name, Name, Telefon, Straße, Postleit­zahl, Ort), für den Unfall am/in (Datum/Unfall­ort) von (Vor­name, Name, Telefon, Straße, Postleit­zahl, Ort) für den entstand­enen Sach­schaden eine Ent­schädigung von XY Euro er­halten zu haben und erkläre für mich und meinen Rechts­nach­folger ausdrück­lich, in diesem Schadens­fall abgefunden worden zu sein.
Ort, Datum Unterschrift

Video: Was tun bei einem Autounfall?

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