• Vom Hörsaal ins Ausland

    Vom Hörsaal ins Ausland

Ihr Guide für eine spannende Zeit auf Reisen

Ein Semester in Spanien, ein Prakti­kum in den USA oder sogar eine Welt­reise währ­end eines Urlaubs­semesters. Es gibt so viele Mög­lich­keiten, in anderen Ländern Er­fahr­ungen zu sammeln. Gleich­zeit­ig gibt es aber auch zahl­reiche Dinge, die bei der Plan­ung zu be­achten sind.

Vielleicht fragen Sie sich: Wie bereite ich mich auf eine Welt­reise oder ein Aus­lands­semester vor? Wann ist der beste Zeit­punkt für mich, diese Reise anzu­treten? Was bringt mir diese Er­fahr­ung für meine Zuk­unft? Wir haben einige Tipps für Sie.

Die Entscheidung – neue Horizonte warten

Sie möchten ins Ausland? Je nach aktu­eller Lebens­situ­ation gibt es ver­schie­dene Optionen:
Als Erstes gibt es die Möglich­keit, ein Semes­ter im Aus­land zu stu­dieren. Am besten wählen Sie dafür eine Partner­hoch­schule Ihrer Uni­versi­tät aus. Ein Semes­ter an einer Uni im gleichen Netz­werk hat viele Vor­teile: Sie be­zahlen keine aus­ländisch­en Studien­ge­bühren, profi­tieren von staat­licher Förder­ung (Stich­wort: Eras­mus+) und schließen Ihr Stu­dium wie ge­plant in der Regel­studien­zeit ab. Infor­ma­tionen über Partner­hoch­schulen finden Sie auf der Web­site Ihrer Uni oder im zu­ständi­gen Büro direkt vor Ort.
Wie wäre es, währ­end einem Praxis­semester im Aus­land neue Erfahr­ungen zu sammeln? Der große Vor­teil: Sie er­langen wert­volle Kennt­nisse in der Berufs­welt und finanz­ieren sich gleich­zeitig den Aus­lands­aufent­halt. Ein kleiner Nach­teil bleibt: Sie werden weniger Frei­zeit haben, um das Land und die Kultur kennen­zu­lernen. Prakti­ka für Ihren Studien­gang finden Sie über inter­natio­nale Portale wie z. B. Students go abroad.
Reisen als Student
Sie möchten zeit­lich lieber unab­häng­ig sein? Dann em­pfehlen wir ein Urlaubs­semester. So bleiben Sie imma­tri­ku­liert, müssen aber nicht an Regel­ver­anstalt­ungen teil­nehmen. Ver­wenden Sie diese Zeit für eine lange Reise und be­suchen Sie ver­schie­dene Länder. Infor­mieren Sie sich vor­ab an Ihrer Uni, ob Sie während­dessen eine be­stimmte An­zahl an be­standenen Leist­ungen vor­weisen müssen.
Sollte Ihr Bud­get knapp sein, dann finanz­ieren Sie sich durch Work & Travel. Wie wäre es mit Schafe scheren in Neusee­land oder als Helfer auf einer Rinder­farm in Argen­tinien? Auf Web­sites wie Workaway finden Sie zahl­reiche Möglich­keiten, um auch mit kleinerem Geld­beutel zu verreisen.

Die Vorbereitung – Planung ist die halbe Reise

Semester, Praktikum oder Work & Travel – haben Sie sich für eine Möglichkeit entschieden? Großartig. Dann beginnt die Planung mit unseren sieben Tipps:
1
Sparen: Beginnen Sie Geld zu sparen, sobald Sie die Ent­schei­dung ge­troffen haben, ins Aus­land zu gehen. Wert­volle Tipps, wie Sie als Student Geld sparen können, haben wir für Sie zu­sammen­gestellt.
2
Impfungen: Für einen wirk­samen Schutz braucht es Mehr­fach­impf­ungen. Sprechen Sie des­wegen früh­zeitig Ihren Arzt an. Einen Über­blick, welche Impf­ungen em­pfehlens­wert sind, gibt Ihnen das Auswärtige Amt.
3
Einreisebestimmungen: Prüfen Sie sechs Mo­nate vor Reise­antritt, ob Sie ein Visum be­nöti­gen. Wie em­pfehlen auch, die Gültig­keit des Reise­passes zu über­prüfen. So haben Sie genug Vor­lauf­zeit, falls die Be­an­trag­ung länger dauert.
4
Flugtickets: In der Re­gel sind Flüge zwei bis drei Mo­nate vor Reise­antritt am günstig­sten. Ver­gleichen Sie hin und wieder die Flug­preise, viel­leicht finden Sie ein echtes Schnäpp­chen.
5
Route & Unter­künfte: Auch wenn Sie Ihre Reise detail­liert planen, kann es vor Ort anders aus­sehen. Des­wegen ist unser Tipp: Über­legen Sie sich einen groben Zeit­plan und buchen Sie maxi­mal die erste Unter­kunft pro Reise­station. Alles Weitere ergibt sich vor Ort.
6
Kreditkarte: Kredit­karten sind welt­weit einsetz­bar, was bei den meisten EC-Karten oft nicht der Fall ist. Be­an­tragen Sie des­wegen be­reits vor An­tritt Ihrer Reise eine Visa oder Master­card. Bis Sie Ihre Karte er­halten, ver­geht etwa ein Monat. Unser Tipp: Achten Sie da­rauf, dass Sie kosten­los mit der Kredit­karte im Aus­land Geld ab­heben können.
7
Auslandskranken­­versicherung: Im Krank­heits­­fall schützt Sie diese vor un­­er­­wart­eten Kosten und bringt Sie im Not­­fall zurück nach Deutsch­­land. Gut zu wissen: Egal wo es hin­­geht, mit der Aus­­lands­­kranken­­ver­­sicher­­ung für Stu­denten sind Sie auf Ihrer Reise welt­weit opti­­mal ge­­schützt. Ob für zwei Mo­n­ate oder fünf Jahre: Hier finden Sie eine Über­sicht über unsere Studenten-Tarife.
Natürlich sind dies nur die unverzichtbarsten Punkte für Ihren Auslandstrip. Für Ihr Gepäck gilt: Weniger ist mehr. Erstens werden Sie auf Ihren Reisen noch zahlreiche Souvenirs ergattern, zweitens sind sie mit leichtem Gepäck flexibler unterwegs.

Auf Reisen – das richtige Verhalten

Es gibt vermut­lich eini­ges, was Sie über andere Länder noch nicht wissen. Umso wichti­ger ist es, dass Sie sich vor Ihrer Reise infor­mier­en. Zum Bei­spiel können Hand­zeichen (Peace, Daumen hoch) in den USA eine nega­tive Be­deut­ung haben. Mit dem Trink­geld ist es vieler­orts anders als in Deutsch­land: In Nor­wegen oder Schwe­den gibt man bei­spiels­weise gar kein Trink­geld. In vielen asia­tischen Ländern wird es sogar als un­höf­lich an­ge­sehen, wenn Sie unge­fragt die Brief­tasche zücken.
Freunden Sie sich mit Locals an, um ört­liche Ge­pflogen­heiten und ange­sagte Hot­spots der Re­gion kennen­zu­lernen. Währ­end Sie im Aus­lands­semester oder einem -prakti­kum schnell An­schluss finden, kann es bei einer Welt­reise schwieriger sein. Hier em­pfehlen wir das Zusammen­schließen mit Gleich­altri­gen in Hostels. Gehen Sie gemein­sam in Bars, an den Strand oder er­kunden Sie eine Stadt.
Sprachschule
Was halten Sie von einem Sprach­kurs vor Ort? So lernen Sie nicht nur Menschen kennen, sondern auch landes­typische Ver­haltens­weisen und bilden sich weiter. Diese Kurse gibt es bestimmt an der lokalen Hoch­schule. Sprechen Sie doch im Rahmen Ihres Aus­lands­prakti­kums Ihren Arbeit­geber an, ge­geben­en­falls wird er Ihnen einen Kurs finanz­ieren. So nehmen Sie nach­haltig etwas aus Ihrer Aus­lands­er­fahr­ung mit. Bei einer bestand­enen Prüfung glänzt auch Ihr Lebens­lauf.

Erfahrungen fürs Leben – und fürs Vorstellungsgespräch

Ihr Auslands­semester, -prakti­kum oder Ihre Welt­reise sind poten­zielle Tür­öffner in die Berufs­welt: Nehmen Sie diese spann­ende Zeit auf jeden Fall in Ihren Lebens­lauf auf. Richtig in Ihr Vor­stell­ungs­ge­spräch ein­ge­bunden, punkten Sie damit bei Ihrem zu­künfti­gen Arbeit­geber. Wichtig ist, dass Sie Ihre Er­fahr­ungen richtig her­vor­heben: So haben Sie durch Ihre Rei­se nicht nur Ihren Hori­zonte er­weitert und Kul­turen kennen­ge­lernt, son­dern auch Ihren Sprach­schatz ver­größ­ert, sich in Problem­lös­ung be­wiesen und wichtige Kon­takte ge­knüpft, von denen Ihr Arbeit­geber profi­tieren wird.

Nach dem Studium – reisen im Berufsleben

Eine längere Reise unter­nehmen ist nur im Stu­dium mög­lich? Natür­lich nicht! Wir zeigen Ihnen, welche Mög­lich­keiten sich Ihnen in der Arbeits­welt bieten. Grund­sätz­lich können Sie zwischen zwei Sta­tionen in Ihrem Berufs­leben eine längere Pause ein­legen. Ab Studien­ende bis zum Start Ihrer neuen Arbeit: In dieser Zeit sind sie völlig flex­ibel, denn Sie haben Ihren Job­ein­stieg selbst in der Hand. Viel­leicht bleiben Sie noch ein halbes Jahr imma­tri­ku­liert, nach­dem Sie alle Prüf­ungen abge­legt haben. So sind Sie weiter­hin als Student ver­sichert und müssen sich nicht Arbeit suchend melden.
Reisen Im Berufsleben
Die Möglich­keit einer längeren Aus­zeit bietet Ihnen auch ein Job­wechsel: Ihr Ver­trag läuft aus oder Sie haben ge­kündigt? Dann be­werben Sie sich nicht sofort neu. Nutzen Sie die Über­gangs­zeit bis zum neuen Job für eine Welt­reise und sammeln Sie wert­volle Er­fahr­ungen und Soft Skills.
In der Berufs­welt ange­kommen, haben Sie einen großen Vor­teil: Ihr Ge­halt gibt Ihnen besten­falls mehr finanz­ielle Frei­heit. Als Ange­stell­ter gibt es in vielen Unter­nehmen die Möglich­keit, länger zu ver­reisen – trotz eines Arbeits­ver­trages. Ein so­ge­nanntes Sabbatical ist ein Arbeits­zeit­modell, das eine beruf­liche Aus­zeit zwischen drei und zwölf Monaten um­fasst. Das ist eine Ver­hand­lungs­sache zwischen Ihnen und Ihrem Arbeit­geber. Be­zahlt werden Sie für diese Aus­zeit nicht, aller­dings können Sie da­nach wieder in Ihren alten Job ein­steigen.

Während des Studiums oder danach?
Der richtige Zeitpunkt ist jetzt!

Bestimmt haben Sie auch diesen einen Freund, der be­reits berufs­tätig ist und währ­end dem Stu­dium keine längere Reise unter­nahm. Den Ent­schluss zu einer länger­en Reise schiebt er seit Jahren vor sich her. Die Be­gründ­ung: “Es ist ein­fach nicht der richtige Zeit­punkt.”
Auch wenn ein Auslands­auf­ent­halt im Berufs­leben mög­lich ist: Sie werden nie wieder so viel Zeit und Frei­heit wie im Stu­dium haben. Des­wegen nutzen Sie diese Zeit und trauen Sie sich! Natür­lich bleibt es Ihnen über­lassen, ob Sie währ­end des Stu­diums, direkt da­nach oder erst in der Arbeits­welt eine Reise ins Aus­land unter­nehmen. Seien Sie sicher: Im Leben werden Sie immer wieder Mög­lich­keiten haben, sich kultu­rell und persön­lich weiter­zubilden und in anderen Ländern Er­fahr­ungen sammeln.