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Vier Wochen nach Pfingstunwetter – extreme Schäden verursachen hohe Kosten

München. Mit bis zu 37.000 Schadenmeldungen rechnet der Konzern Versicherungskammer aktuell in der Folge des Pfingstunwetters am 10. Juni diesen Jahres. Der Gesamtschadenaufwand wird aller Voraussicht nach bei rund 80 Mio. Euro liegen. „Damit war das Tief Jörn für uns eines der größten und schwerwiegendsten Unwetterereignisse der vergangenen 30 Jahre bzw. seit unserer Privatisierung im Jahr 1995“, so Christian Krams, Leiter Konzern Schaden beim größten öffentlichen Versicherer.
Im Vergleich: Orkan Kyrill führte im Geschäftsgebiet Bayern und Pfalz 2007 zu rund 78.000, überwiegend kleineren Schäden. Dafür wurden 70 Mio. Euro an Versicherungsleistungen ausgezahlt.
Von der Vehemenz der Schäden zeigen sich auch die eingeschalteten Sachverständigen der Versicherungskammer überrascht. „Die Schadenbilder zeigen teilweise extreme Hagelschäden an Gebäuden und Autos, die den Schadenaufwand nach oben treiben“, so Krams. So ist eine ungewöhnlich große Anzahl von Totalschäden an Fahrzeugen festzustellen, u.a. verursacht durch eingeschlagene Heck- und Frontscheiben, die häufig Einbauten für intelligente Fahrerassistenzsysteme enthalten. Im Gebäudebereich sorgen die heute eingesetzten hochwertigeren Baustoffe (z.B. Wärmedämmungen, Photovoltaik und Schallschutz) sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) für eine teilweise schwierige Gesamtschadeneinschätzung. Beispielsweise darf eine Fassade unter bestimmten Umständen nicht mehr in alter Art und Güte erneuert werden, sondern muss nach den Vorschriften der EnEV wiederhergestellt werden. Krams: „Dadurch können die Wiederherstellungskosten im Einzelfall stark steigen.“
In der Landwirtschaft sind die Schäden bereits vollständig erfasst: In Summe wurden 730 gemeldet, die Zahlungen an Versicherungsnehmer in Höhe von ca. 5 Mio. Euro nach sich ziehen.
Ein großer Teil der Schäden wurde online dem Konzern Versicherungskammer gemeldet. Angesichts der Vielzahl an Eingaben bittet Krams die Versicherten aber um Verständnis, dass es zu Verzögerungen in der Bearbeitung kommen kann. Dennoch ist Krams überzeugt: „Trotz der herausfordernden Situation können wir unser Versprechen als Serviceversicherer gut gegenüber unseren Kunden und Vertriebspartnern einhalten und sind für die vielen betroffenen Kunden da.“
 
Ansprechpartner zu diesem Thema:
Dr. Inge Sommergut
Unternehmenskommunikation Konzern Versicherungskammer
Telefon +49 89 21 60-46 01
inge.sommergut@vkb.de
 
Konzern Versicherungskammer
Der Konzern Versicherungskammer ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und inzwischen der siebtgrößte Erstversicherer in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte er Beitragseinnahmen von insgesamt 8,31 Mrd. Euro. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig. Der Krankenversicherer der S-Finanzgruppe ist zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit tätig. Von großer Bedeutung ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns Versicherungskammer. Die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Strategie der Förderung ehrenamtlicher Einrichtungen und Initiativen, die insbesondere im Bereich der Prävention und Sicherheit tätig sind, wird seit einigen Jahren zusätzlich gestärkt durch die beiden Stiftungen, Versicherungskammer-Stiftung und Versicherungskammer-Kulturstiftung. Zudem ist der Konzern Versicherungskammer bereits zum dritten Mal mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet worden. Er hat rund 6.600 Beschäftigte, davon 289 Auszubildende.