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Ostereiersuche mit Elektrorad

München. Passend mit Beginn der Osterferien stiegen die Temperaturen: Viele Radfahrer schwingen sich jetzt für Freizeit-Touren oder den Arbeitsweg wieder aufs Fahrrad: Am langen Osterwochenende werden nicht nur Nester im Garten gesucht, sondern, wenn das Wetter mitspielt - auch die ersten Ausflugsziele mit dem Zweirad angesteuert. Nicht jeder kann oder will sich dabei aber allein auf seine Muskelkraft verlassen. Bei einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der Versicherungskammer Bayern gaben neun Prozent der Befragten an, ein E-Bike oder Pedelec zu besitzen. Weitere 25 Prozent ziehen in Erwägung, sich eines anzuschaffen. Was Nutzer beachten sollten, weiß Claudia Scheerer von der Versicherungskammer Bayern.
Fahrräder mit Motorunterstützung sind nicht mehr ausschließlich für Ältere. Inzwischen entdecken auch Jüngere E-Bikes für sich. Zwölf Prozent der befragten 18 bis 24-Jährigen haben ein E-Bike oder Pedelec, bei der Generation 55+ sind es zehn Prozent. Schließlich gibt es Elektro-Räder für verschiedene Zwecke und in diversen Typen. Auch Berufstätige nutzen sie für den Weg zur Arbeit, weil man kommt schnell und nicht verschwitzt ans Ziel kommt und die zeitraubende Parkplatzsuche entfällt.
Unfallschäden absichern
Mit Elektrorädern ist man oft schneller unterwegs als ohne Motorunterstützung, weil man die Geschwindigkeit unterschätzt und auch noch nicht so geübt ist, gibt es immer wieder Unfälle. Immerhin 16 Prozent der E-Bike- bzw. Pedelec-Besitzer gaben an, mit ihrem Elektrorad schon einmal einen Unfall gehabt zu haben. „Daher sollte man beim Fahren unbedingt einen Helm tragen, auch wenn das bei den gängigen, auf 25 km/h begrenzten Pedelecs keine Pflicht ist“, sagt Claudia Scheerer von der Versicherungskammer Bayern. Fügt man als Fahrer eines Pedelecs jemand anderem einen Schaden zu, ist dieser in der Regel durch die private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Das sollte man mit seinem Versicherer vor der ersten Fahrt noch einmal abklären. „Man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen, wie wichtig eine private Haftpflichtversicherung ist“, betont Claudia Scheerer.
E-Bike ist nicht gleich E-Bike
Diese greift aber nur bei Elektrorädern, die noch als Fahrräder zählen. Das ist bei Pedelecs der Fall, bei denen der Nutzer selbst strampelt und dabei von einem Elektromotor bis maximal 250 Watt entlastet wird. Zusätzlich muss die Tret-Unterstützung auf maximal 25 Kilometer pro Stunde beschränkt sein. Möchte man schneller fahren, ist man auf seine eigene Power angewiesen. Einige Pedelecs sind mit einer Anfahrhilfe ausgestattet, die per Knopfdruck auf bis zu sechs Kilometer pro Stunde beschleunigt.
Ein E-Bike im engeren Sinne lässt sich hingegen auch fahren, ohne dabei in die Pedale zu treten. E-Bikes und schnelle Pedelecs mit einer Tret-Unterstützung bis 45 Kilometern pro Stunde zählen nicht mehr als Fahrräder. Man benötigt für sie eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen. Die damit verbundene Haftpflichtversicherung ist wie bei Kraftfahrzeugen Pflicht. Am besten informiert man sich direkt beim Kauf des Elektrorades, was es zu beachten gilt.
Vorsicht vor Langfingern
Elektroräder sind oft teurer als normale Fahrräder und eine lohnende Beute für Diebe. Gegen Einbruchdiebstahl sind normale Pedelecs ohne Versicherungskennzeichen über die Hausratversicherung abgesichert. „Das gilt jedoch in der Regel nur für den Diebstahl aus der Wohnung oder dem abgeschlossenen Fahrradkeller“, weiß Claudia Scheerer. „Außer Haus benötigt man einen Zusatzschutz.“ Die nicht mehr als Fahrräder geltenden E-Bikes und schnellen Pedelecs können über eine Teilkaskoversicherung gegen Diebstahl versichert werden. Damit es gar nicht so weit kommt, gibt Expertin Claudia Scheerer einen Tipp: „Am besten nimmt man den Akku mit, wenn man sein Rad abstellt. Der Akku ist zwar oft nicht ganz leicht, aber das Rad für Diebstahl nicht mehr sehr interessant.“ Das macht bei Hitze oder starker Kälte gleich doppelt Sinn, denn der Akku sollte keinen extremen Temperaturen ausgesetzt werden.
Die verwendeten Daten beruhen auf einer repräsentativen Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag der Versicherungskammer Bayern an der 2.063 Personen ab 18 Jahren teilgenommen haben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
BU: Pedelecs werden immer beliebter. Da man mit ihnen meist schneller unterwegs ist als mit einem normalen Fahrrad, sollte man beim Fahren einen Helm tragen.
Konzern Versicherungskammer
Der Konzern Versicherungskammer ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und unter den Top Ten der Erstversicherer. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte er Beitragseinnahmen von insgesamt 7,80 Mrd. Euro (vorläufig). Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig. Der Krankenversicherer der S-Finanzgruppe ist zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit tätig. Von großer Bedeutung ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns Versicherungskammer Bayern. Die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Strategie der Förderung ehrenamtlicher Einrichtungen und Initiativen, die insbesondere im Bereich der Prävention und Sicherheit tätig sind, wird seit einigen Jahren zusätzlich gestärkt durch die beiden Stiftungen, Versicherungskammer-Stiftung und Versicherungskammer-Kulturstiftung. Zudem ist der Konzern Versicherungskammer bereits zum dritten Mal mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet worden. Er hat rund 6.800 Beschäftigte, davon etwa 370 Auszubildende.