KATWARN geht in Kaiserslautern an den Start

12. Oktober 2016: Kostenfreies Warnsystem warnt Bevölkerung im Gefahrenfall via Smartphone-App

München/Kaiserslautern. Im Gefahren- und Katastrophenfall ist es wichtig, die Menschen auf schnellstem Wege zu erreichen. In Kaiserslautern wird ab sofort über das Handy gewarnt. Der kostenfreie Warnservice nennt sich KATWARN und wirkt ergänzend zu Lautsprecheransagen, Sirenen und Rundfunk. Das Referat Feuerwehr und Katastrophenschutz der Stadt sendet die Informationen und Verhaltenshinweise direkt an die Mobiltelefone der betroffenen Menschen. Den Startschuss für das vom Fraunhofer-Institut entwickelte System gaben heute Feuerwehrdezernent Peter Kiefer gemeinsam mit Vertretern von Fraunhofer FOKUS sowie der Versicherungskammer Bayern.
Szenario: Inmitten der Altstadt brennt eine Gaststätte. Die Feuerwehr warnt die umliegende Bevölkerung, den Brandbereich aus Sicherheitsgründen zu meiden, sperrt die Altstadt für den Fußgängerverkehr und evakuiert die Anwohner des angrenzenden Gebäudes. Alle umliegenden Anwohner werden aufgefordert, Fenster und Türen bis zur Brandbekämpfung geschlossen zu halten!
So oder ähnlich spielte sich der Großbrand im Mai diesen Jahres ab, als die Kultkneipe „Hannenfass“ in der Altstadt ausbrannte. Ein schnelles Eingreifen der Feuerwehr konnte den Brandherd löschen und letztlich einen Gebäudeeinsturz vermeiden. „Mit dem neuen Bürgerservice KATWARN können wir zudem künftig alle Betroffenen direkt warnen und damit entscheidend zur Sicherheit unserer Bürgerschaft beitragen. Im Zeitalter der mobilen Kommunikation ist KATWARN ein optimales und zeitgemäßes Hilfsmittel, um möglichst viele Menschen zu erreichen“, so der Beigeordnete.
Das Besondere an KATWARN: Die kostenlose Smartphone-App empfängt ortsbezogene behördliche Warnungen zum aktuellen Standort des Nutzers und zu weiteren, frei wählbaren, Gebieten. Dafür müssen lediglich die sogenannte Schutzengelfunktion aktiviert sowie die gewünschten Adressen auf einer Karte im Display ausgewählt werden. Dadurch werden ausschließlich Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Gefahr direkt in diesem Gebiet aufhalten oder diesen Bereich zuvor angegeben haben, gewarnt.
KATWARN, welches seitens der öffentlichen Versicherer als Gemeinwohlbeitrag zur Schadenprävention in Auftrag gegeben wurde, ist bereits seit 2011 in vielen Städten und Landkreisen in Betrieb, darunter Berlin, Hamburg und München. Seit 2015 warnt die Anwendung in Rheinland-Pfalz erstmals auch auf Ebene eines Flächenbundeslandes über großräumige Gefahrensituationen. „Als regional verwurzeltes Unternehmen sehen wir unser Engagement als Teil unserer Verantwortung für die Menschen in unserem Geschäftsgebiet. Mit KATWARN helfen wir, vor Gefahren zielgerichtet zu warnen sowie materielle Schäden und menschliches Leid zu reduzieren“, erklärt Dr. Herbert Hofmann, Abteilungsleiter für das Kommunalgeschäft der Versicherungskammer Bayern.
Neben Gefahren- und Katastrophenfällen empfangen die Nutzerinnen und Nutzer von KATWARN auch deutschlandweit die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). „KATWARN ist ein modernes und vernetztes Warnsystem. Wir hoffen, dass noch weitere Landkreise, Städte und Bundesländer dem Beispiel der Stadt Kaiserslautern folgen und ihrer Bevölkerung den kostenlosen Sicherheitsservice anbieten“, ergänzt Ortwin Neuschwander, Leiter des Verbindungsbüros Politik und Wirtschaft von Fraunhofer FOKUS
Anmeldung:
Die KATWARN App steht kostenlos für folgende Systeme zur Verfügung:
  • iPhone im App Store
  • Android Phone im Google Play Store
  • Windows Phone im Windows Store
Alternativ können durch KATWARN auch per SMS und E-Mail kostenlose Warnungen zum Gebiet einer registrierten Postleizahl empfangen werden.
Dazu genügt es, eine SMS mit folgendem Text an die Servicenummer 0163 – 755 88 42 zu senden: „KATWARN 12345 mustermann@mail.de“ (für Postleizahl 12345 und optionale E-Mail-Adresse).
Weitere Informationen: www.katwarn.de
Ansprechpartner zu diesem Thema:
Rolf Neumann
Unternehmenskommunikation Konzern VKB
Telefon +49 30 26 22 60-804
Auf dem Foto "Katwarn-Einführung Kaiserslautern" sind (v.l.) Werner Schmidt, Stellvertr. Abteilungsleiter Referat Feuerwehr und Katastrophenschutz der Stadt Kaiserslautern, Michael Ufer, Stellvertr. Leiter Referat Feuerwehr und Katastrophenschutz der Stadt Kaiserslautern, Beigeordneter Peter Kiefer der Stadt Kaiserslautern, Dr. Herbert Hofmann, Abteilungsleiter für das Kommunalgeschäft der Versicherungskammer Bayern, Stefan Wintergerst, Direktionsbevollmächtigter Kommunen der Pfälzische Pensionsanstalt und Ortwin Neuschwander, Leiter Verbindungsbüro Politik und Wirtschaft von Fraunhofer FOKUS zu sehen.
Konzern VKB
Der Konzern VKB ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und unter den Top Ten der Erstversicherer. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte er Beitragseinnahmen von insgesamt 7,62 Mrd. Euro. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig; im Krankenversicherungsgeschäft zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit. Der Konzern VKB ist mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet und hat rund 6.700 Beschäftigte, davon über 340 Auszubildende.