Presse | Übersicht | Bühne
Presse | Übersicht | Bühne
Presse | Übersicht | Bühne
Sie sind hier: Startseite >Über uns >Presse >Pressemitteilungen

Stadt Frankenthal warnt die Bevölkerung übers Smartphone vor Katastrophen

13. Juli 2016

München. Ab sofort versendet die Stadt Frankenthal (Pfalz) Warnungen im Gefahren- und Katastrophenfall direkt auf die Mobiltelefone der betroffenen Menschen. Das kostenfreie Warnsystem KATWARN versorgt künftig Bürgerinnen und Bürger ergänzend zu Lautsprecheransagen, Sirenen und Rundfunk mit Informationen und Verhaltenshinweisen, die lebenswichtig sein können. Den Startschuss für das vom Fraunhofer-Institut FOKUS entwickelte System gab gestern der Oberbürgermeister Martin Hebich gemeinsam mit Vertretern von Fraunhofer FOKUS und der Versicherungskammer Bayern (VKB).
Schwere Gewitter mit Starkregen haben in den letzten Wochen Rheinland-Pfalz schwer getroffen und führten vermehrt zu Erdrutschen, überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern sowie entgleisten Zügen. Auch in der kreisfreien Stadt Frankenthal (Pfalz) gab es in Unwetter mit viel Regen und Überflutungsgefahr.
In einer solchen Gefahrenlage heißt es schnell zu reagieren und die betroffenen Menschen rechtzeitig zu informieren. Das Warn- und Informationssystem KATWARN ist dafür ein Hilfsmittel:Die kostenlose Smartphone-App für iPhone, Android und Windows Phone bietet behördliche Warnungen ortsbezogen, das heißt zum aktuellen Standort des Nutzers oder zu weiteren frei wählbaren Gebieten. Dafür müssen nur die sogenannte Schutzengelfunktion aktiviert oder die Gebiete auf einer Karte im Display ausgewählt werden. Alternativ wird KATWARN auch per SMS und E-Mail für ein Postleitzahlgebiet angeboten. Ein Warnhinweis kann zum Beispiel lauten: Extremwetterlage – Warnung der Stadt Frankenthal, gültig ab sofort, Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein. Nur Menschen, die sich dann in diesem Gebiet aufhalten oder diesen Bereich zuvor angegeben haben, werden gewarnt.
„Mit dem KATWARN-System erhöhen wir entscheidend die Sicherheit der Menschen. Im Zeitalter der mobilen Kommunikation ist KATWARN ein optimales und zeitgemäßes Hilfsmittel, um die Betroffenen direkt mit Warnungen zu erreichen“, sagt Oberbürgermeister Martin Hebich.
Bereits seit März 2011 ist KATWARN auf kommunaler Ebene an verschiedenen Orten in Deutschland im Betrieb. Die technische Plattform stellen die öffentlichen Versicherer, darunter die Versicherungskammer Bayern (VKB), als Beitrag für das Gemeinwohl zur Verfügung. Harald Speil von der Versicherungskammer Bayern (VKB) ergänzt: „Als regional verwurzelten Unternehmen ist dieser Gemeinwohlbeitrag für uns öffentliche Versicherer selbstverständlich. Mit KATWARN helfen wir, drohende Gefahren, Schäden und möglicherweise auch Leid zu reduzieren.“
Zusätzlich zu den Warnungen auf kommunaler Ebene empfangen die Nutzerinnen und Nutzer von KATWARN bereits seit 2012 deutschlandweit auch die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Darüber hinaus setzen auch außerhalb von Rheinland-Pfalz immer mehr Landkreise und Städte in ganz Deutschland auf KATWARN, darunter die Großstädte Berlin, Hamburg und München und auch das Bundesland Rheinland-Pfalz auf Landesebene.
Entwickelt wurde das System vom renommierten Fraunhofer-Institut FOKUS in Berlin. „KATWARN ist ein einheitliches Warnsystem, das in kürzester Zeit auch bundesweit überall eingesetzt werden könnte. Wir hoffen daher, dass noch viele Landkreise, Städte und Bundesländer folgen und ihren Bürgerinnen und Bürgern zuhause, bei der Arbeit oder unterwegs diesen kostenlosen Sicherheitsservice anbieten“, so Ortwin Neuschwander von Fraunhofer FOKUS.
Weitere Informationen im Internet unter: www.katwarn.de.
 
Für die Anmeldung gilt folgendes:
Die KATWARN App steht kostenlos zur Verfügung:
  • iPhone im App Store
  • Android Phone im Google Play Store
  • Windows Phone im Windows Store
Alternativ bietet KATWARN kostenlose Warnungen mit eingeschränkter Funktonalität auch per SMS/E-Mail zum Gebiet einer registrierten Postleizahl. SMS an Servicenummer 0163 – 755 88 42: „KATWARN 12345 mustermann@mail.de“ (für Postleizahl 12345 und optional E-Mail).
 
BU zum Foto:
Beim symbolischen KATWARN-Start in Frankenthal (Pfalz): Beigeordneter Bernd Knöppel (v.li.), Oberbürgermeister Martin Hebich, Hauptabteilungsleiter Harald Speil von der Versicherungskammer Bayern, Wehrleiter Jürgen Speiser und Ortwin Neuschwander von Fraunhofer FOKUS.
 
Der Konzern VKB
Der Konzern VKB ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und unter den Top Ten der Erstversicherer. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte er Beitragseinnahmen von insgesamt 7,62 Mrd. Euro. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig; im Krankenversicherungs­geschäft zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit. Der Konzern VKB ist mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet und hat rund 6.700 Beschäftigte, davon über 340 Auszubildende.