Presse | Übersicht | Bühne
Presse | Übersicht | Bühne
Presse | Übersicht | Bühne
Sie sind hier: Startseite >Über uns >Presse >Pressemitteilungen

Tablet kaputt – (k)ein Fall für die Versicherung?

9. Juni 2016

München. Tricksen beim Versicherungsschaden lohnt sich nicht und schadet letztlich allen. Das zeigte die Versicherungskammer Bayern jüngst bei einem Pressegespräch in München. Der Versicherer veranschaulichte an konkreten Beispielen, wie er Schäden erkennt, die so gar nicht stattgefunden haben können.
Das neue Tablet des Kollegen wird bewundert – und gleitet aus Versehen aus der Hand. Display kaputt. In diesem Fall greift die Haftpflichtversicherung. Immer? Immer dann, wenn das Tablet dem Kollegen wirklich heruntergefallen ist und das zerbrochene Display mit der Schadenschilderung übereinstimmt.
„Unser Leistungsversprechen als Serviceversicherer ist eine schnelle und vereinbarungsgemäße Regulierung“, betont Günter Selentin, Schadenexperte des VKB-Konzerns. „Wir stehen gegenüber den ehrlichen Kunden – und das sind fast alle – in der Pflicht.“ Deshalb prüft die Versicherungskammer Bayern im Einzelfall sorgfältig. Um möglichst eindeutige Antworten zu erhalten, wird häufig die Expertise von externen Profis eingeholt. Das hilft zudem, die Kunden schnell zu bedienen.
Forensik in der Schadenregulierung
Dass manchmal forensisches Geschick und kriminalistisches Gespür zu einer Schadenregulierung gehören, konnten Journalisten auf einem Pressetermin bei der Versicherungskammer Bayern in München live erleben. Selentin nahm die Teilnehmer mit auf Spurensuche und zeigte beispielsweise, wie unterschiedlich ein Smartphonedisplay zerbrechen kann: ist es auf einen harten Gegenstand gefallen oder hat sich jemand darauf gesetzt – so wie es ein Kunde geschildert hat.
 „Wir prüfen dort ganz genau, wo die Wahrscheinlichkeit für Unregelmäßigkeiten hoch ist oder sich Auffälligkeiten im Einzelfall finden“, erklärt Selentin. Laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind zwischen 7 und 15 Prozent der Schadenmeldungen auffällig. Der Verband geht von rund vier Milliarden Euro Schaden durch Versicherungsbetrug jährlich allein in der Schaden- und Unfallversicherung aus. Allein für den Konzern VKB wären dies mehrere Millionen Euro.
Neben den Schadenspezialisten vor Ort kümmert sich eine eigene Einheit innerhalb des Konzerns VKB sowohl um auffällige Schadenmeldungen als auch um Betrugsabwehr.
 Tricksen lohnt sich nicht
„Schadenmanagement ist notwendig, um Versicherungsbeiträge stabil zu halten. Denn mehr Versicherungsbetrug führt zu höheren Prämien“, so Selentin. Betrug schädigt letztlich alle Versicherten, also auch Freunde und Kollegen. Was vielen Kunden zudem nicht klar ist: Betrug sei kein Kavaliersdelikt und bei nachgewiesenem Versicherungsbetrug drohten neben Verlust des Versicherungsschutzes und Rückforderung bereits bezahlter Leistungen auch Strafanzeige, Geldbußen oder Freiheitsstrafen bis zu 10 Jahren.
 Foto: Günter Selentin, Schadenexperte des VKB-Konzerns        
 
Der Konzern VKB ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und unter den Top Ten der Erstversicherer. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte er Beitragseinnahmen von insgesamt 7,62 Mrd. Euro. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig; im Krankenversicherungs-geschäft zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit. Der Konzern VKB ist mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ als familienfreundliches Unternehmen aus-gezeichnet und hat rund 6.700 Beschäftigte, davon über 340 Auszubildende.