NaturgefahrenForum 2018

NaturgefahrenForum 2018 – Klimaentwicklung richtig deuten und entsprechend vorsorgen

Am 8. November informierten Politiker, Wissen­schaft­ler und Ver­sicher­ungs­experten in Vor­trägen und in einer Podiums­dis­kussion rund 150 Teil­nehmer unter dem Motto „#Wetterfest – gemein­sam vor Natur­ge­fahren schützen“ über die sich ändern­den Klima­ver­hält­nisse und Ab­sicher­ungs­mög­lich­keiten gegen Natur­gefahren. Ange­sichts der Tat­sache, dass Un­wetter-Opfer ab dem 1. Juli 2019 keine staat­lichen Sofort­hilfen mehr er­halten, sofern die Immo­bilie ver­sicher­bar ge­wesen wäre, rückte das Thema Elementar­schaden­ver­sicher­ung ins Zent­rum der Auf­merksamkeit.
NaturgefahrenForum 2018 Presse
Der Tag startete mit einem Pressegespräch mit zahlreichen Medienvertretern um das Thema flächendeckend in ganz Bayern zu platzieren. Barbara Schick, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands und verantwortlich für die Schaden- und Unfallversicherung, stand der Presse, gemeinsam mit Prof. Martin Grambow, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Rede und Antwort.
Zum offiziellen Start des NaturgefahrenForums führte Modera­torin Anouschka Horn einen Ein­führ­ungs­talk mit Barbara Schick. Weiter ging es mit Klima­experte Prof. Höppe und seinem Vor­trag über Klima­wandel und Wetter­gefahren, der neben der glo­balen Ent­wick­lung auch auf den Frei­staat blickte: „In Bayern sind es vor allem Schäden durch gewitter­be­dingte Ereig­nisse wie Hagel und Stark­nieder­schläge, die einen an­steigen­den Trend auf­weisen“, stellte er fest. Prof. Martin Grambow, Minis­terial­diri­gent im Bayer­ischen Staats­minis­terium für Um­welt und Ver­braucher­schutz, ging der Frage nach, wie es um das Hoch­wasser-Risiko­manage­ment in Bayern be­stellt ist: „Einen hundert­prozent­igen Schutz vor Hoch­wasser kann es nicht geben“, so Grambow. „Wichtig ist des­halb, dass sich die Bürger vor even­tuellen Schäden durch ent­sprech­ende Ele­mentar­schaden­ver­sicher­ungen für Ge­bäude und Haus­rat indi­viduell schützen.“
NaturgefahrenForum 2018 Klimaexperte Prof. Höppe
Nach der Mittags­pause blickte Martin Jordi, Geschäfts­bereichs­leiter Ele­mentar­schäden-Präven­tion und Ge­schäfts­führer der Prävent­ions­stift­ung der Kanto­nalen Gebäude­ver­sicher­ungen, Vereini­gung Kanto­naler Feuer­ver­sicher­ungen Bern, auf die Schweiz und präsen­tierte deren Maß­nahmen zur Ab­sicher­ung gegen Ele­mentar­schäden. Klaus Ross (8MV) zog in seinem Vor­trag alle Regis­ter: Um zu er­klären, wie wir wetter­fest bleiben können, kam er mit Fahr­rad­helm, Regen­jacke, Sicher­heits­gürtel und Gummi­stiefel auf die Bühne.
NaturgefahrenForum 2018 Martin Jordi
Die Podiums­diskussion, moder­iert von Anouschka Horn, brachte den aktu­ellen For­schungs­stand sowie Ab­sicher­ungs­mög­lich­keiten gegen lau­ernde Natur­gefahren auf den Punkt, und zwar auch aus kommu­naler Pers­pektive. Es disku­tierten Michael Appel, Vor­stand Spar­kasse Aichach-Schroben­hausen, Klima­experte Prof. Höppe, Sigrid Reichardt, Haupt­abteil­ungs­leit­erin Sach­versicher­ungen, Landrat Prof. Ulrich Reuter aus Aschaffenburg und Land­rat Erwin Schneider aus Altötting.

Der „Kleine Fluthelfer“

Zum Abschluss wurde der Kleine Flut­helfer präsen­tiert: Er be­steht im Wesent­lichen aus einer ro­busten Schmutz­wasser-Tauch­pumpe und einem zehn Meter langen Schlauch. Hoch­wasser-Be­troffene können damit nach einem Extrem­wetter­ereig­nis als Erst­maß­nahme ihren über­schwemm­ten Keller aus­pumpen. Die Ver­sicher­ungs­kammer Bayern er­greift die Initi­ative und stattet die Land­kreise Altötting und Aschaffenburg mit je 50 kleinen Flut­helfern aus. Auf dem Natur­ge­fahrenForum wurden sie feier­lich an Land­rat Erwin Schneider und Kreis­brand­rat Werner Huber für Altötting sowie an Landrat Prof. Ulrich Reuter und Kreis­brand­rat Karl-Heinz Ostheimer übergeben.
NaturgefahrenForum 2018 Versicherungskammer Makler
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