Hochwasser und Starkregen

27. Februar 2014: Vorsorgen und Versichern

Die dramatischen Bilder des Hochwassers vom Sommer vergangenen Jahres in weiten Teilen Bayerns und in Ostdeutschland sind vielen Menschen noch gegenwärtig. Wie die Folgen von Hochwasser und Starkregen angesichts des weltweiten Klimawandels bewältigt werden können, welche Vorsorgeansätze es gibt und wie passender Versicherungsschutz helfen kann, darüber diskutieren über 250 Vertreter aus Politik, kommunalen Verwaltungen und Versicherungswirtschaft auf dem 9. Klima-Symposium der Versicherungskammer Bayern am Donnerstag in München.

München. Ziel des Freistaats Bayern sei ein schnellstmöglicher und flächendeckender Hochwasserschutz, erklärt der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Marcel Huber. „Vor dem Hintergrund des Klimawandels müssen wir uns darauf einstellen, dass die Wetterentwicklung unberechenbarer wird und wir häufiger mit solchen Situationen konfrontiert werden“, sagt Huber. Beim Hochwasserschutz setzt der Freistaat auf den bewährten Dreiklang aus Hochwasservorsorge, Rückhalt in der Fläche und technischen Hochwasserschutz. Mit einem Euro an Investitionen könnten sieben Euro Schäden vermieden werden. Bis zum Jahr 2020 investiert der Freistaat insgesamt 3,4 Mrd. Euro in den Hochwasserschutz. Derzeit werde ein „Klimaschutzprogramm 2050“ erarbeitet, in dem langfristige Maßnahmen und Ziele festgelegt und der Klimaschutz in allen Politik- und Lebensbereichen verankert werde.
Für mehr Eigenverantwortung bei der Absicherung der Immobilie sowie für mehr Aufklärung und Prävention spricht sich Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern, aus. Er weist darauf hin, dass von den versicherbaren Gebäuden im Freistaat Bayern – das sind immerhin 99,8 Prozent – lediglich 21 Prozent gegen Elementargefahren wie Überschwemmung, Starkregen, Schneedruck oder Erdfall versichert sind. „Elementarschäden können jeden treffen“, so Fürhaupter. Von den knapp 4.000 Schäden bei der Versicherungskammer Bayern durch das Juni-Hochwasser 2013 entfielen 90 Prozent auf Gebiete mit niedrigem Risiko oder auf solche, in denen der konzipierte Hochwasserschutz nicht realisiert war. Zugleich machte Fürhaupter deutlich, dass durch ein Ereignis wie das Hochwasser, ohne einen entsprechenden Versicherungsschutz, die gesamte Existenz bedroht sein kann. 
Sascha Straub, Referatsleiter Finanzdienstleistungen der Verbraucherzentrale Bayern befürwortet eine Versicherungspflicht gegen sämtliche Elementarschäden in Verbindung mit einer begrenzten staatlichen Deckungszusage. Eine Elementarschadenabsicherung solle im Rahmen der Wohngebäudeversicherung grundsätzlich für alle Privatpersonen von selbstgenutzten Wohnimmobilien eingeführt werden. Durch ein gestaffeltes Beitragssystem mit Selbstbehalten je nach Risikoeinstufung werde Beitragsgerechtigkeit hergestellt. 
Temperaturanstieg in polaren Breiten kann für Extremwetterlagen verantwortlich sein
Der aktuelle „Winter“ 2013/2014 lenke den wissenschaftlichen Fokus vor allem auf den Jetstream, ein Starkwindband in der Höhe, das maßgeblich bestimmt, wie sich die Hochs und Tiefs entwickeln und verlagern, erklärte Diplom-Meteorologe und Fernsehmoderator Sven Plöger. Derzeit neige der Jetstream dazu, ein stabiles Muster auszubilden, weshalb es in Deutschland wochenlang Vorfrühling gebe, während die USA gleichzeitig immer wieder von extremen Kältewellen heimgesucht werden oder Japan mit unglaublichen Schneemassen zu kämpfen hat. Der im Vergleich zu anderen Regionen der Erde überdeutliche Temperaturanstieg in den polaren Breiten könne in Zukunft häufiger zu einer solchen Struktur des Jetstreams führen. Hochs und Tiefs blieben dann länger bestehen und prägten möglicherweise den Wettercharakter für Wochen: Extreme Regenmengen oder große Dürre könnten die Folge sein.
Alle Vorträge sind ab 28. Februar unter www.vkb.de als Download abrufbar. 
Auf Anfrage sind Fotos der Veranstaltung erhältlich.
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