FAQ-Portal der Versicherungskammer Bayern
FAQ-Portal der Versicherungskammer Bayern
FAQ-Portal der Versicherungskammer Bayern
Was ändert sich bei der betrieblichen Altersvorsorge konkret?
  • Das Betriebsrentenstärkungsgesetz beinhaltet zwei große Maßnahmenpakete:

    Der Staat verbessert die Rahmenbedingungenfür die betriebliche Altersvorsorge. Das betrifft bestehende und neue Betriebsrenten ab dem 1. Januar 2018.

    Mit dem sogenannten „Sozialpartnermodell“ müssen Unternehmen keine Rente in einer bestimmten Höhe garantieren.

Wie profitieren meine Arbeitnehmer von dem neuen Gesetz?
  • Einheitlich dynamischer Förderbetrag nach § 3 Nr. 63 EStG, zwingende Weitergabe von Sozialversicherungsvorteilen bei Entgeltumwandlung, Arbeitgeber-Förderbetrag, Zulagen-bAV ohne Doppelverbeitragung und ein Anrechnungsfreibetrag für die Grundsicherung. Fünf Bausteine für eine noch attraktivere bAV, die sich für jeden lohnt!

Werden alle Mitarbeiter gefördert?
  • Gefördert werden alle Arbeitnehmer sowie Beschäftigte im ersten Dienstverhältnis mit laufendem Bruttolohn von max. 2.200 EUR monatlich (Geringverdiener). Monatsgehälter, Mehrarbeitsvergütung, Zulagen und Zuschläge zählen zum laufenden Lohn, Weihnachtszuwendungen, Urlaubsgelder, Abfindungen und Gratifikationen zählen nicht zum laufenden Lohn.

Warum sollte ich mich als Unternehmen mit BRSG befassen?
  • Das BRSG betrifft alle Unternehmen, unabhängig davon, ob sie bereits eine bAV eingerichtet haben oder noch nicht. Neue Möglichkeiten zur Stärkung der bAV im Unternehmen, bestehende Versorgungssysteme überprüfen und optimieren / an neue Möglichkeiten anpassen. BRSG ist ein ideales Instrument, um die bAV noch stärker zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung zu nutzen.

    Gut zu wissen: Die bekannten Durchführungswege und bisherigen Fördermöglichkeiten der bAV bleiben unverändert bestehen und können weiterhin genutzt werden.

Ergeben sich neue Möglichkeiten der bAV Gestaltung aufgrund Tarifvertrag?
  • Das Gesetz sieht Erweiterungen bei der Zusagegestaltung vor. So schafft es mit der reinen Beitragszusage eine völlig neuartige Zusageform, bei der sich die Pflicht des Arbeitgebers auf die reine Beitragszahlung beschränkt. Für die Höhe der späteren Versorgungsleistungen unterliegt er keiner Haftung.

    Die reine Beitragszusage ist nur aufgrund eines Tarifvertrages und nur in Verbindung mit einem Ziel-Renten-System (Sozialpartnermodell) möglich, bei welchem ein bestimmtes Niveau für die späteren Versorgungsleistungen angestrebt, jedoch nicht verbindlich zugesagt wird. Mit dem BRSG entfaltet das Sozialpartnermodell jedoch noch keine unmittelbare Wirkung, da es erst einer tarifvertraglichen Umsetzung bedarf.

Was genau versteht man unter dem Begriff Sozialpartnermodell?
  • Die reine Beitragszusage ist Kernelement des Sozialpartnermodells. Damit ist der Arbeitgeber ab Januar 2018 lediglich verpflichtet, den vereinbarten Beitrag an eine Versorgungsreinrichtung zu zahlen. Darüber hinaus ist er mit der betrieblichen Altersvorsorge nicht befasst. Das heißt, dass er zu keinerlei Garantie für die Höhe einer späteren Leistung verpflichtet ist. Das Sozialpartnermodell kann über einen Pensionsfonds, eine Direktversicherung oder eine Pensionskasse umgesetzt werden.

Sind Nachzahlungen möglich?
  • Für weiterführende Informationen haben wir unter BRSG@vkb.de eine Kontaktmöglichkeit für Erstinformationen eingerichtet. Selbstverständlich können Sie sich natürlich auch an Ihre Berater vor Ort wenden.

Berater in Ihrer Nähe finden

Berater in Ihrer Nähe finden

Online-Kundenzentrum