2022: Profitables Wachstum
in allen Geschäftsfeldern nach laufenden Beiträgen

Profitables Wachstum

Der Konzern Versicherungskammer verzeichnet im selbst abgeschlossenen Geschäft über alle Geschäftsfelder um 2,9 % wachsende laufende Beiträge und blickt auf ein intensives aber erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Eine Marktkonsolidierung beim Einmalbeitragsgeschäft dämpft deutschlandweit das Gesamtbeitragswachstum in der Lebensversicherung und in der gesamten Versicherungsbranche.

Stark vor Ort, in den Regionen mit einem auf unsere Kunden in der Region zugeschnittenen Produkt- und Serviceangebot bleibt der Konzern bei den Gesamtbeiträgen im Mittel der vergangenen zehn Kalenderjahre auf einem Wachstumspfad von 2,7 % p. a.

Starke Entwicklung in Kranken und Komposit. Trotz der marktweiten hochinflationsbedingten Konsolidierung der Einmalbeiträge in der Lebensversicherung und der Unsicherheit vieler Kunden bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen liegen die erzielten Beitragseinnahmen weiterhin auch inklusive des Einmalbeitragsgeschäftes über dem Niveau vor der Coronavirus-Pandemie.

Der Konzern Versicherungskammer konnte bei den laufenden Bruttobeitragseinnahmen in den Bereichen Komposit und Kranken jeweils um 3,5 % zulegen. Im gesamten Versicherungsgeschäft verzeichnete er einen Rückgang der Bruttobeiträge um 3,9 % und erzielte Beiträge in Höhe von 8,92 (9,28) Mrd. Euro.
 

Jahresüberschuss

Auch beim Ergebnis trotzt der Konzern Versicherungskammer den intensiven Rahmenbedingungen und zeigt eine günstige Ergebnisentwicklung.
In Komposit ist eine insgesamt günstige Entwicklung bei den Schäden zu verzeichnen. Eine niedrigere Schadenfrequenz und ein geringeres Kumulschadenaufkommen – im Vorjahr unter anderem Schäden durch die Sturzflut nach dem Sturmtief Bernd im Ahrtal – ergeben auch bei teilweise inflationsbedingt höheren Schadendurchschnitten eine deutlich reduzierte Combined Ratio (brutto) (laut GDV-Definition) von rund 93,3 % (inklusive Reiseversicherung, nach 99,4 % im Vorjahr). Die üblicherweise für Vergleichszwecke herangezogene vereinfachte Schaden- und Kostenquote beläuft sich auf 91,5 % (Vorjahr: 97, 3%). Kunden und Konzern profitieren auch hier von den Erfolgen der Digitalisierung im Schadenbereich, von KI-gestützten Analyse- und Entscheidungsprozessen und serviceorientierten Schadenexperten.
In der Lebens- und Krankenversicherung profitieren ebenfalls Kunden und Konzern vom deutlichen Zinsanstieg. Die geringeren Zinsanforderungen der Passivseite, wie bei der Zinszusatzreserve Leben und den Pensionsrückstellungen verbessern die Ergebnisse. Im Bereich Krankenversicherung wird die günstigere Lage kundenorientiert vor allem zur Verbesserung der RfB genutzt und wirkt sich nicht auf das Konzernergebnis aus. Auch in der Lebensversicherung werden die Überschussbeteiligungen der Bestandsverträge deutlich erhöht.
Die Verwaltungskostenquote Leben beträgt 1,7 %, im Segment Kranken steht sie stabil bei 1,9 % und die Betriebskostenquote im selbst abgeschlossenen Kompositgeschäft konnte auf 24,5 % (Vorjahr: 25,0 %) gesenkt werden.
Damit bleiben alle relevanten Kostenquoten der Geschäftsfelder nach wie vor unter dem Marktniveau.