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Weihnachtsgeschenke mit Brandrisiko

Lithium-Akkus bergen Brandgefahr

Vom Smartphone und Hoverboard bis zum E-Bike werden zu Weihnachten zahlreiche Geschenke mit Lithium-Akku unter dem Christbaum liegen. Diese Akkus haben zwar eine hohe Energiedichte, doch es geht auch eine unterschätzte Brandgefahr von ihnen aus. Ein paar Sicherheitshinweise, insbesondere beim Aufladen, sollten darum beachtet werden.
München. Oft werden die Schäden ausschließlich mit Produktfehlern einiger weniger Geräte in Verbindung gebracht. Die Gefahr von Bränden durch Lithium-Akkus wird damit in unserem Alltag weit unterschätzt: „Lithium-Akkus weisen ein besonderes Brandrisiko auf“, sagt Klaus Ross, Hauptabteilungsleiter Riskmanagement im Konzern Versicherungskammer.
Der Akkutyp ist derzeit Stand der Technik und findet vom Smartphone über den Staubsaugroboter bis zur Drohne überall Verwendung. Ross rät: „Machen Sie sich bewusst, wo Sie die Kraft dieser Speicherpakete überall nutzen. Und vor allem, in welcher Umgebung Sie die Akkus laden. Dort sollten sich keine leicht brennbaren Stoffe wie Papier befinden.“
Denn die Ladephase ist besonders heikel; die meisten Brände treten in dieser Zeitspanne auf. Wird ein Akku überladen oder ist mechanisch beschädigt, so kann er sich überhitzen. Dann wird die hohe Energiedichte plötzlich zum Nachteil. Die in der Akkuzelle gespeicherte Energie wird innerhalb sehr kurzer Zeit freigesetzt. Ein Brand mit Funkenschlag entsteht, weitere Zellen brennen durch und das Feuer kann sich schnell ausbreiten.
In Bedienungsanleitungen fordern Hersteller in der Regel, Lithium-Akkus nur unter Aufsicht zu laden. Im Alltag ist dies oft nicht praktikabel. „Zumindest sollten die Akkus während des Ladens unbedingt auf eine nicht brennbare Unterlage gelegt werden“, empfiehlt Ross. Zudem sollte ein Rauchmelder im selben Raum angebracht sein.
Ein mechanisch beschädigter oder leicht aufgeblähter Akku darf nicht mehr verwendet, sondern muss umweltgerecht entsorgt werden.
 
Sicherer Umgang mit Lithium-Akkus
  1. Das Ladegerät und insbesondere den zu ladenden Akku nicht in der Nähe brennbarer Materialien platzieren und den Raum mit einem Rauchmelder ausstatten.
  2. Besonders kritisch ist das Laden von Lithium-Akkus, wenn diese längere Zeit nicht genutzt wurden. Die Akkus können durch Tiefenladungen dauerhaft beschädigt werden.
  3. Lithium-Akkus bei kalten Temperaturen und Winterwetter nicht in der unbeheizten Garage lagern.
  4. Beschädigte oder bereits aufgeblähte Akkus nicht mehr in Betrieb nehmen, sondern fachgerecht entsorgen. Mechanische Beschädigungen können zum Brand führen.
  5. Lithium-Akkus nicht zerlegen oder modifizieren.
Beachten Sie außerdem unbedingt die Herstellerangaben.
Quelle: Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS)
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.ifs-ev.org/.
 
Ansprechpartner zu diesem Thema:
Dr. Inge Sommergut
Pressereferentin
Unternehmenskommunikation Konzern Versicherungskammer
Telefon +49 89 21 60-41 05
inge.sommergut@vkb.de
Konzern Versicherungskammer
Der Konzern Versicherungskammer ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und unter den Top Ten der Erstversicherer. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte er Beitragseinnahmen von insgesamt 7,82 Mrd. Euro. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig. Der Krankenversicherer der S-Finanzgruppe ist zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit tätig. Von großer Bedeutung ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns Versicherungskammer. Die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Strategie der Förderung ehrenamtlicher Einrichtungen und Initiativen, die insbesondere im Bereich der Prävention und Sicherheit tätig sind, wird seit einigen Jahren zusätzlich gestärkt durch die beiden Stiftungen, Versicherungskammer-Stiftung und Versicherungskammer-Kulturstiftung. Zudem ist der Konzern Versicherungskammer bereits zum dritten Mal mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet worden. Er hat rund 6.800 Beschäftigte, davon 327 Auszubildende.