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Wildunfall

Achtung, Wildwechsel! So verhalten Sie sich bei einem Wildunfall richtig

Autofahrer müssen im Herbst besonders wachsam sein. Denn zu dieser Jahreszeit steigt die Gefahr für Wildunfälle. Wir verraten, wie Sie sich bei einem Wildunfall korrekt verhalten und welcher Versicherungsschutz der richtige ist.

„Vorsicht, Reh!“ Ganz plötzlich tauchen die Tiere aus dem Dickicht des Waldes auf und springen nur wenige Meter von der Motorhaube entfernt auf die Straße. Eine Schrecksituation, vor der sich im Moment viele Autofahrer fürchten. Wie eine Statistik des Deutschen Jagdverbandes (DJV) zeigt, wurden alleine im Jagdjahr 2013/2014 rund 222 000 tote Wildtiere nach Autounfällen gemeldet. Statistisch gesehen, hat es demnach alle 2,5 Minuten einen gemeldeten Wildunfall gegeben.
Nach Informationen des Deutschen Jagdverbandes besitzt ein 20 Kilogramm schweres Reh bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von fast einer halben Tonne. Dieser Vergleich macht deutlich: Ein Wildunfall kann schwere Fahrzeug- und Personenschäden verursachen. Zum Schutz von Mensch und Tier sollten Zusammenstöße mit Rehen, Wildschweinen und Co. daher unbedingt vermieden werden. Weil sich die Tiere aber natürlich nicht an Verkehrsregeln halten, sind hier die Autofahrer gefragt – sie müssen jetzt sehr achtsam sein.

Wildunfall: Der richtige Versicherungsschutz für den Schadenfall

Und wenn es doch passiert? Nach einem Wildunfall stellt Ihnen der Förster eine Wildschadenbescheinigung aus, die dem Versicherer bei der Schadenmeldung vorgelegt werden muss. Als Autofahrer sind Sie in der Beweispflicht. Dokumentieren Sie den Wildunfall deshalb zusätzlich. Fotografieren Sie die Schäden am Auto und wenn möglich auch das Tier. Haare und Blutspuren am Wagen sollten ebenfalls auf Bildern festgehalten werden. Notieren Sie sich außerdem Namen und Telefonnummern von Zeugen.
Bei einem Wildunfall ist der richtige Versicherungsschutz sehr wichtig. Beachten Sie: Fahrzeugschäden durch ein Ausweichen werden von der Teilkaskoversicherung – anders als bei einer Vollkaskoversicherung – nur in sehr seltenen Fällen bezahlt. Die Versicherung leistet nur, wenn das Manöver notwendig war, um größere Schäden zu vermeiden und wenn Zeugen beweisen können, dass tatsächlich ein unmittelbarer Zusammenstoß bevorstand. Auch Schäden durch Haus- und Nutztiere wie Hunde, Katzen oder Kühe sind häufig nicht abgedeckt. Diese Lücke schließt die Versicherungskammer Bayern mit ihrem neuen Tarif Kfz Vario.
Dort ist der Zusammenstoß mit Tieren aller Art bereits im Kernschutz Teilkasko mitversichert.

Aufgepasst! Wann und wo die Gefahr für einen Wildunfall am größten ist

Vorsicht vor Wildunfällen! Besonders bei direkten Übergängen zwischen Wald und Feld ist das Risiko für einen Wildunfall hoch.
Besteht ein direkter Übergang zwischen Wald und Feld ist das Risiko für einen Wildunfall besonders hoch. Schilder mit Wildwechsel-Warnhinweisen zeichnen gefährdete Land- und Bundesstraßen aus. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft rät dazu, in bewaldetem Gelände immer aufmerksam zu fahren, selbst wenn keine Warnschilder vorhanden sind.

Ist die Erntezeit auf den Feldern im August beendet, suchen die Tiere Schutz und Nahrung im Wald. Das Wild zieht sich außerdem zu ihren Brunftgebieten zurück. Jetzt steigt die Gefahr, dass die Tiere auf ihrem Weg asphaltierte Straßen kreuzen und ein Wildunfall verursacht wird – vor allem im Schutz der Morgen- und Abenddämmerung. Als gefährlich gilt deshalb auch die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit, denn nun dämmert es ausgerechnet im abendlichen Berufsverkehr.

Immer auf der Hut: So vermeiden Sie einen Wildunfall

Durch umsichtiges Fahrverhalten können Sie einen Wildunfall vermeiden. Halten Sie sich im Straßenverkehr an folgende Regeln:
  • Fahren Sie zur Vermeidung eines Wildunfalls vorsichtig und vorausschauend – vor allem morgens und abends!
  • Gehen Sie in gefährdeten Gebieten vom Gas, behalten Sie die Straßenränder im Auge und seien Sie jederzeit bremsbereit.
  • Schalten Sie das Fernlicht an, um reflektierende Tieraugen frühzeitig zu erkennen und einen Wildunfall zu vermeiden.
  • Steht Wild am Straßenrand oder auf der Straße, bremsen Sie, schalten Sie das Fernlicht aus und hupen Sie. 
  • Achten Sie auf Nachzügler. Wenn Sie bereits ein Tier gesichtet haben, könnten weitere Mitglieder der Herde folgen.
  • Weichen Sie nie aus! Es besteht die Möglichkeit, dass Sie auf die Gegenfahrbahn kommen, in einen Graben oder gegen einen Baum fahren. 
Der Deutsche Jagdverband warnt, dass in etwa 80 Prozent aller Fälle das Wild nur 20 Meter und kürzer vor dem Fahrzeug auftaucht. Wem ein Tier also direkt vor das Auto läuft, dem bleibt nur die Vollbremsung. „Auch wenn der Schutz der Tiere wichtig ist, sollte man niemals ausweichen“, empfiehlt Christian Kaffenberger, Leiter der Kraftfahrt- und Unfallversicherung der Versicherungskammer Bayern. „Schließlich würde man nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen.“

Zu spät gebremst? Tipps für das richtige Verhalten bei einem Wildunfall

Der ADAC informiert: Wildunfall mit einem Wildschwein - der Ausweichtest
Ein Wildunfall lässt sich leider nicht immer vermeiden. Wenn Sie nicht mehr rechtzeitig bremsen konnten und es zu einer Kollision gekommen ist, sollten Sie in erster Linie an Ihre Sicherheit, die der Insassen und der anderen Verkehrsteilnehmer denken.
  • Sichern Sie die Unfallstelle und versorgen Sie Verletzte

    „Falls es zu einem Wildunfall kommt, muss die Warnweste angezogen und die Unfallstelle gesichert werden. Erst dann soll das Tier von der Fahrbahn entfernt werden“, empfiehlt Christian Kaffenberger. Stellen Sie ein Warndreieck auf und schalten Sie den Warnblinker an. Kümmern Sie sich um Verletzte.
  • Transportieren Sie verletzte Tiere nicht im Kofferraum

    Bitte berühren Sie lebende Tiere nach einem Wildunfall nicht. Stellt das tote Wild eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar, können Sie es aus dem Weg räumen. Tragen Sie Handschuhe aus dem Erste-Hilfe-Kasten, um eine Ansteckungsgefahr mit Tollwut zu verhindern. Generell gilt: Die Sicherheit des Fahrers geht vor. Liegt Wild zum Beispiel auf der Autobahn lassen Sie es dort, um sich mit der Rettungsaktion nicht selbst in Gefahr zu bringen. Flüchtet das Tier nach einem Wildunfall, merken Sie sich die Richtung, damit sie diese dem Förster mitteilen können. Nehmen Sie das Tier auf keinen Fall in Ihrem Auto mit – das ist Wilderei und illegal.
  • Rufen Sie bei einem Wildunfall die Polizei

    Als Fahrer des Unfallwagens sind Sie dazu verpflichtet, die Polizei zu rufen. Wenn Sie die Kontaktdaten des zuständigen Försters haben, können Sie diesen ebenfalls informieren. Ansonsten verständigt die Polizei den Förster für Sie.
  • Verlassen Sie nicht unaufgefordert die Unfallstelle

    Selbst, wenn das Tier nach dem Wildunfall geflüchtet ist und weder Ihnen noch Ihrem Wagen etwas zugestoßen ist, sollten Sie die Polizei und den Förster informieren. Verlassen Sie nicht einfach den Unfallort. Der Förster wird sich auf die Suche nach dem möglicherweise verletzten Tier machen und kann es im Ernstfall erlösen.

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