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Sturm | Titelbild | 1
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Die Ruhe weg nach dem Sturm Niklas

Wie die Versicherungskammer Bayern nach Unwettern hilft – ein Praxisbeispiel

Sturm Niklas hat Bäume wie Streichhölzer geknickt, Häuser abgedeckt und LKWs umgekippt – so schlimm wie seit 30 Jahren nicht. An einem aktuellen Beispiel zeigen wir, wie unsere Kunden nach einem Unwetter dennoch nicht im Regen stehen.

Der Name klingt nach einem süßen, kleinen Jungen, doch er ist eine ausgewachsene Unwetterkatastrophe: Orkan Niklas verwüstete ganz Deutschland und sorgte allein bei der Versicherungskammer Bayern für mindestens 35.000 Schadenfälle mit einer Gesamtsumme von über 30 Millionen Euro. Doch Zahlen, ganz gleich wie riesig sie sind, können kaum verdeutlichen, was ein Schaden für die Betroffenen bedeutet. Was muss man eigentlich im Schadenfall tun und bei wem meldet man sich am besten?
Aus der Vielzahl der Fälle, die uns per Telefon, online, oder über unsere Versicherungsbetreuer gemeldet wurden, picken wir einen typischen Fall heraus: ein Wohnhaus am Rande Münchens, das von einer gut 20 Meter hohen Erle stark beschädigt wurde. Lesen Sie die Chronologie eines schlimmen, aber typischen Sturmschadens.

Dienstag, 31. März

Orkan Niklas treibt Regen und Wind mit voller Kraft über Bayern. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 192 Stundenkilometern wirbelt der Sturm in Schäftlarn ein Trampolin wie ein Taschentuch hunderte von Metern durch die Luft. Wieder eine Bö und im Münchener Westen bricht eine riesige Erle an der Wurzel ab und schlägt mit voller Wucht genau auf den Dachgiebel eines Einfamilienhauses. Eine Bewohnerin hört einen donnernden Krach und sieht, wie ein Baum das Fenster verdunkelt.
Foto: Privat

Mittwoch, 1. April

Die Feuerwehr kommt erneut und hebt den Baum vom Haus. Das zerstörte Dach wird danach mit einer Plane und Sandsäcken gesichert, damit der Regen nicht ins Haus laufen kann. Ein Unglück kommt bekanntlich selten allein: Elektrische Leitungen liegen blank und stehen noch unter Strom. Die Helfer klemmen notdürftig die gefährlichsten Leitungen ab.
Foto: Privat

Donnerstag, 2. April

Die Versicherungsagentur VVM-GmbH als zuständiger Versicherungsbetreuer erfährt vom Schaden und bereits eine Stunde später sind Geschäftsführer Jürgen Hatz und Mitarbeiter Andreas Fabian am Unglücksort. Beide sind langjährige Versicherungsberater und wissen, was zu tun ist. Dank ihrer Erfahrung mit Großschäden und guter Kontakte bekommen die beiden noch am gleichen Abend den unabhängigen Gutachter Johann Stoll an die Unglücksstelle. Doch es ist zu dunkel, um das ganze Ausmaß der Schäden erkennen zu können. Gutachter Stoll hat von der Versicherungskammer Bayern die Erlaubnis, Sofortmaßnahmen in fünfstelliger Höhe freizugeben – was hier der Fall ist. 10.000 Euro kosten allein schon die ersten Aufräumungs- und Sicherungsmaßnahmen: Baum wegheben, Aufräumen, Dach sichern und gegen Regen abdecken. Doch es folgen die Osterfeiertage und ganz Bayern scheint ausgeflogen zu sein – Helfer und Handwerker sind erst wieder nach den Feiertagen zu bekommen.
Foto: Privat

Dienstag, 7. April

Ostern ist vorbei, die Handwerker kommen, begutachten den Schaden und erstellen einen Kostenvoranschlag. Währenddessen laufen bei der Versicherungskammer Bayern die Schadenabteilungen auf Hochtouren, um die steigenden Schadenfälle abzuarbeiten. Denn während der Feiertage wurden zahlreiche weitere Schäden gemeldet und die Kunden erwarten natürlich schnelle Hilfe.
Foto: Privat

Mittwoch, 8. April

Das Gutachterbüro Stoll prüft die Kosten und gibt die Sofortmaßnahmen frei. Familie G. kann jetzt die Handwerker beauftragen, die Aufräumarbeiten beginnen.
Foto: Privat

Donnerstag, 9. April

Endlich können die Sofortmaßnahmen beginnen: zerbrochene Ziegel entfernen, Löcher ausbessern und die gesundheitsschädliche Glasfaserwolle der Dachdämmung entsorgen. Die Bewohner möchten unterdessen trotz offenen Daches dort wohnen bleiben. Ein verständlicher Wunsch – aber einer der sorgfältig vom Gutachterbüro Stoll geprüft werden muss.
Foto: Privat

Freitag, 10. April:

Koordiniert von der Versicherungskammer Bayern kommen alle Beteiligten zu einer gemeinsamen Besichtigung zusammen: Familienvertreter, Gutachter, Handwerker und Versicherungsberater können nun den freigeräumten Dachstuhl inspizieren. Die Schäden sind schlimmer als befürchtet: Tragende Stützbalken sind geborsten oder gerissen. Selbst ein Stockwerk darunter erzeugen Risse in der Decke und den Wänden ein mulmiges Gefühl. Die Experten kommen zum gleichen Ergebnis: Mit einem Austauschen einzelner Balken ist es nicht getan – der Dachstuhl gehört neu aufgesetzt. Und auch im Wohnbereich müssen neue Rigips-Wände und Decken eingezogen und alles neu gestrichen werden. Doch damit entsteht ein weiteres Problem: Bei solch großen Baumaßnahmen müssen neue gesetzliche Energieverordnungen eingehalten werden, das Dach muss besser als früher gedämmt werden. Aber ist das alles versichert? Versicherungsbetreuer Hatz und Fabian schlagen in den Unterlagen nach und können die betroffene Familie beruhigen: Ja, das Haus ist trotz des über 30 Jahre alten Versicherungsvertrags so gut abgesichert, dass Aufräumarbeiten wie auch behördliche Auflagen versichert sind und somit von der Versicherungskammer Bayern bezahlt werden. Doch es bleibt bei einem Wechselbad der Gefühle: Nach der Erleichterung durch die Kostenübernahme, spricht Gutachter Johann Stoll ein neues Problem an: „Bausituation und Wohnsituation vertragen sich nicht“. Das heißt: Es ist zu gefährlich, dass die Familie dort wohnen bleibt – ein Hotelzimmer muss gefunden werden. Auch das ist im Versicherungsvertrag enthalten, die Kosten trägt die Versicherungskammer Bayern. Apropos Kosten: Stand heute und laut Gutachten hat die umgestürzte Erle einen Schaden in sechsstelliger Höhe verursacht. Nicht beziffert werden kann der Schrecken und der Auszug aus der gewohnten Umgebung für die Seniorin des Hauses.
Foto: Privat

So gehen Sie bei Unwettern und im Schadenfall am besten vor:

  • Rufen Sie Ihren Versicherungsbetreuer an, denn er weiß aus Erfahrung am besten, was zu tun ist. Zudem können unsere Versicherungsexperten Sofortmaßnahmen in bestimmter Höhe unbürokratisch freigeben.
  • Sie wissen nicht, wer Ihr Versicherungsbetreuer ist? Dieser steht üblicherweise auf Versicherungsscheinen oder der Korrespondenz oben rechts. Sie können aber auch unsere Beratersuche nutzen und einen Berater in Ihrer Nähe finden.
  • Alternativ wählen Sie die Nummer der Schadenhotline: 0 800 62 36 62 36
  • Bringen Sie sich in Sicherheit und versuchen Sie nicht selbst Wände oder Decken abzustützen. Dafür gibt es die Fachleute der Feuerwehr.
  • Abonnieren Sie die Unwetterwarnung in der MehrWetter-App der Versicherungskammer Bayern. Die schützt zwar nicht vor umstürzenden Bäumen, aber Sie können Gegenstände, Ihr Auto und auch Ihre Familie rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Foto: VKB, Alexander Kersten
Haben fast schon wieder gut lachen: Das Team vom Gutachterbüro Stoll, Versicherungsbetreuer Andreas Fabian, Familienvertreter Eduard G., Versicherungsbetreuer Jürgen Hatz, Zimmermann Meindl und Dachdecker Shala (von links nach rechts)

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