FAQ-Portal der Versicherungskammer Bayern
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Häufige Fragen rund um die betriebliche Altersversorgung

Allgemeine Fragen

Welche Möglichkeiten der Betriebsrente gibt es für meine Mitarbeiter?
  • In der Regel wählen Sie aus fünf Durchführungswegen:

    • Direktversicherung
    • Pensionskasse
    • Pensionsfonds
    • Pensionszusage
    • Unterstützungskasse

    Wir helfen Ihnen gerne, die richtige Lösung für Ihr Unternehmen und somit für Ihre Mitarbeiter zu finden. Fragen Sie uns auch, wenn Sie ein Konzept für betriebliche Wertguthaben oder Vorsorgelösungen für Gesellschafter-Geschäftsführer und Unternehmer wünschen.

Was ist die Direktversicherung?
  • Die Direktversicherung ist der klassische Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge, die so funktioniert:

    1. Als Arbeitgeber schließen Sie die Direktversicherung – unseren Tarif FirmenRente – für Ihren Arbeitnehmer ab.
    2. Die Beiträge können von Ihnen als Arbeitgeber entweder allein oder durch Gehaltsumwandlung (sogenannte Entgeltumwandlung) vom Arbeitnehmer finanziert werden. Auch Kombinationen sind möglich.
    3. Ihre Mitarbeiter bauen so eine Betriebsrente auf, die staatlich gefördert wird.
    4. Alles aus einer Hand: Auf Wunsch schließen Sie einen Hinterbliebenen- und/oder Berufsunfähigkeits-Schutz mit ein. Bei uns wählen Sie aus einer der modernsten und innovativsten Produktpalette am Markt die für Ihre Mitarbeiter passenden Vorsorge-Lösungen aus.
Wie funktioniert die Entgeltumwandlung?
  • Jährlich können bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung „umgewandelt“ werden. Die Beitragsbemessungsgrenze ist das Bruttogehalt, bis zu dem maximal Beiträge zur Sozialversicherung berechnet werden. Das sind aktuell 3.048 Euro (2017), die staatlich gefördert werden. Der Arbeitgeber kann auch die Umwandlung höherer Beträge zulassen. Jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf „Umwandlung“. Seine bAV-Beiträge zahlt er dann aus seinem Bruttogehalt.

Was haben meine Mitarbeiter von einer Direktversicherung durch Entgeltumwandlung?
  • Den größten Vorteil sehen Ihre Mitarbeiter auf der Gehaltsabrechnung. Sie sparen monatlich Steuern und Sozialabgaben. Der Beitrag der betrieblichen Altersvorsorge reduziert das Bruttogehalt. Denn der Staat fördert den Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge, indem er auf den Betriebsrenten-Beitrag weder Steuern noch Abgaben zur Sozialversicherung berechnet.

    Das sind die Vorteile für Ihre Mitarbeiter im Überblick:

    • Jährlich bis zu 6.240 Euro steuer- und bis zu 3.120 Euro sozialabgabenfrei einzahlen.
    • Wahlweise lebenslange Rente oder einmalige Kapitalauszahlung
    • Sicherheits- oder chancenorientierte Anlage der Beiträge
    • Mitnahmemöglichkeit bei Arbeitgeberwechsel
    • Unwiderruflicher Anspruch auf die Leistung aus dem Vertrag
    • Hartz-IV-sicher
    • Hinterbliebenen- und BU-Schutz möglich
Muss ich als Arbeitgeber die Betriebsrente finanzieren?
  • Nein, die arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente ist eine freiwillige und zusätzliche Vergütung. Sie motivieren dadurch Ihre Mitarbeiter und binden diese stärker an Ihr Unternehmen.

Wie erfülle ich die rechtlichen und tarifvertraglichen Vorgaben?
  • Mitarbeiter haben seit 2002 einen Rechtsanspruch auf eine staatlich geförderte Betriebsrente, die jeder durch Entgeltumwandlung (Einzahlung in eine Rentenversicherung aus dem Bruttogehalt) selbst anspart.

    Das heißt für Sie: Möchte der Mitarbeiter seine gesetzliche Rente durch eine Betriebsrente aufstocken, müssen Sie ihm eine durch Entgeltumwandlung finanzierte bAV-Lösung anbieten. Welchen Durchführungsweg Sie dabei gehen, bleibt Ihre Entscheidung. Wir beraten Sie gerne persönlich, welche betriebliche Altersvorsorge zu Ihrem Unternehmen passt und ob tarifvertragliche Regelungen einzuhalten sind.

Wie senke ich meine Lohnnebenkosten?
  • Als Arbeitgeber schließen Sie für Ihren Arbeitnehmer die betriebliche Altersvorsorge ab. Die Beiträge werden zum Beispiel durch Gehaltsumwandlung (Entgeltumwandlung) finanziert. Dadurch sparen auch Sie Ihren Anteil an Sozialversicherungsbeiträgen. Mit diesen Ersparnissen bilden Sie eine finanzielle Reserve, die im Rahmen eines Sozialbudgets zugunsten Ihrer Arbeitnehmer eingesetzt werden kann.

Betriebsrentenstärkungsgesetz

Was ändert sich bei der betrieblichen Altersvorsorge konkret?
  • Das Betriebsrentenstärkungsgesetz beinhaltet zwei große Maßnahmenpakete:

    Der Staat verbessert die Rahmenbedingungenfür die betriebliche Altersvorsorge. Das betrifft bestehende und neue Betriebsrenten ab dem 1. Januar 2018.

    Mit dem sogenannten „Sozialpartnermodell“ müssen Unternehmen keine Rente in einer bestimmten Höhe garantieren.

Wie profitieren meine Arbeitnehmer von dem neuen Gesetz?
  • Einheitlich dynamischer Förderbetrag nach § 3 Nr. 63 EStG, zwingende Weitergabe von Sozialversicherungsvorteilen bei Entgeltumwandlung, Arbeitgeber-Förderbetrag, Zulagen-bAV ohne Doppelverbeitragung und ein Anrechnungsfreibetrag für die Grundsicherung. Fünf Bausteine für eine noch attraktivere bAV, die sich für jeden lohnt!

Werden alle Mitarbeiter gefördert?
  • Gefördert werden alle Arbeitnehmer sowie Beschäftigte im ersten Dienstverhältnis mit laufendem Bruttolohn von max. 2.200 EUR monatlich (Geringverdiener). Monatsgehälter, Mehrarbeitsvergütung, Zulagen und Zuschläge zählen zum laufenden Lohn, Weihnachtszuwendungen, Urlaubsgelder, Abfindungen und Gratifikationen zählen nicht zum laufenden Lohn.

Warum sollte ich mich als Unternehmen mit BRSG befassen?
  • Das BRSG betrifft alle Unternehmen, unabhängig davon, ob sie bereits eine bAV eingerichtet haben oder noch nicht. Neue Möglichkeiten zur Stärkung der bAV im Unternehmen, bestehende Versorgungssysteme überprüfen und optimieren / an neue Möglichkeiten anpassen. BRSG ist ein ideales Instrument, um die bAV noch stärker zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung zu nutzen.

    Gut zu wissen: Die bekannten Durchführungswege und bisherigen Fördermöglichkeiten der bAV bleiben unverändert bestehen und können weiterhin genutzt werden.

Ergeben sich neue Möglichkeiten der bAV Gestaltung aufgrund Tarifvertrag?
  • Das Gesetz sieht Erweiterungen bei der Zusagegestaltung vor. So schafft es mit der reinen Beitragszusage eine völlig neuartige Zusageform, bei der sich die Pflicht des Arbeitgebers auf die reine Beitragszahlung beschränkt. Für die Höhe der späteren Versorgungsleistungen unterliegt er keiner Haftung.

    Die reine Beitragszusage ist nur aufgrund eines Tarifvertrages und nur in Verbindung mit einem Ziel-Renten-System (Sozialpartnermodell) möglich, bei welchem ein bestimmtes Niveau für die späteren Versorgungsleistungen angestrebt, jedoch nicht verbindlich zugesagt wird. Mit dem BRSG entfaltet das Sozialpartnermodell jedoch noch keine unmittelbare Wirkung, da es erst einer tarifvertraglichen Umsetzung bedarf.

Was genau versteht man unter dem Begriff Sozialpartnermodell?
  • Die reine Beitragszusage ist Kernelement des Sozialpartnermodells. Damit ist der Arbeitgeber ab Januar 2018 lediglich verpflichtet, den vereinbarten Beitrag an eine Versorgungsreinrichtung zu zahlen. Darüber hinaus ist er mit der betrieblichen Altersvorsorge nicht befasst. Das heißt, dass er zu keinerlei Garantie für die Höhe einer späteren Leistung verpflichtet ist. Das Sozialpartnermodell kann über einen Pensionsfonds, eine Direktversicherung oder eine Pensionskasse umgesetzt werden.

Sind Nachzahlungen möglich?
  • Für weiterführende Informationen haben wir unter BRSG@vkb.de eine Kontaktmöglichkeit für Erstinformationen eingerichtet. Selbstverständlich können Sie sich natürlich auch an Ihre Berater vor Ort wenden.

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