Darüber und über weitere Themen informiert das heutige 5. Klima-Symposium der
Versicherungskammer Bayern
München. In den vergangenen 50 Jahren ist der versicherte Schaden durch Naturgewalten auf das Vierzehnfache angestiegen. Vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse spielt der Einsatz elektronischer Frühwarnsysteme in Zukunft eine entscheidende Rolle. Sie warnen Bürger, Unternehmen und Einsatzkräfte per SMS, E-mail oder Fax vor heranziehenden Unwettern. Die Empfänger der Nachricht können so rechtzeitig Schutzvorkehrungen treffen und damit Menschen schützen und Schäden vermeiden.
Elektronische Unwetterfrühwarnsysteme stehen im Mittelpunkt des 5. Klima-Symposiums der Versicherungskammer Bayern am 23. Februar. Sie tragen die Namen WIND (weather information on demand) und SAFE (Sensoren und Aktoren als Frühwarnsystem zum Schutz vor Extremwetter). Weitere Themen des Symposiums sind unter anderem der richtige Versicherungsschutz vor Naturgefahren, der moderne Hochwasserschutz und die Energieeffizienz. Das Klima-Symposium steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder.
Knapp 200 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft tauschen sich über neueste Forschungsergebnisse in der Risikovorsorge und im Katastrophenmanagement aus. Die Versicherungskammer Bayern startete 2006 ihre Symposiumsreihe, die sich mit der Bewältigung von Klimafolgen beschäftigt. Experten zeigen in Vorträgen Lösungen auf, wie die regionalen Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur bewältigt, beziehungsweise begrenzt werden können.
WIND und SAFE:
Forschung und Praxis zur Schadenprävention
Kunden der Versicherungskammer Bayern, die eine Gebäudeversicherung abgeschlossen haben, erhalten WIND kostenlos. Noch in diesem Jahr soll der Service allen Kunden angeboten werden. Mittlerweile nutzen rund 35.000 Kunden der Versicherungskammer Bayern das Warnsystem, insgesamt sind es in Deutschland knapp 200.000 Nutzer. Die Befragung von 2.800 WIND-Nutzern nach einem Unwetter im Mai 2009 bestätigt nicht nur ihre hohe Zufriedenheit. Das Ergebnis zeigt auch, dass drei Viertel von ihnen auf Grund der rechtzeitigen Warnung aktiv geworden sind und zum Beispiel Gegenstände oder ihr Auto vor dem Unwetter in Sicherheit gebracht haben.
Die positiven Praxiserfahrungen aus WIND fließen in SAFE ein. Die Versicherungskammer Bayern ist an dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Forschungsprojekt mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Berlin, und weiteren Partnern beteiligt. Ziel ist, noch exaktere Warnungen hinsichtlich Eintritt, Intensität und Auswirkungen von Unwettern zu liefern. Darüber hinaus gilt es, die Einsatzkräfte, die Bevölkerung und die Industrieunternehmen noch besser zu warnen.
Bei SAFE erfasst ein dichtes Sensorennetz relevante Wetterentwicklungen und kombiniert sie mit überregionalen Daten beispielsweise von Satelliten. Bildlich gesprochen wird sozusagen ein Schutzschirm um eine Gemeinde oder Industrieanlage aufgebaut. So können bei heranziehenden Unwettern präzise Warnhinweise effizient und kostengünstig per SMS oder E-mail an die Nutzer gesendet werden. Zusätzlich sollen beispielsweise auch Systeme in der Gebäudetechnik angesteuert werden.
SAFE besteht Praxistest erfolgreich
Wie effektiv sich SAFE in der Praxis bewährt, wurde in der Marktgemeinde Mering sowie am Industriestandort der Wacker- Chemie AG getestet. Bei einem starken Unwetter im Mai 2009 kam SAFE erstmals zum Einsatz und hat sich sehr erfolgreich bewährt. Ein Hagelsturm mit Starkregen wurde frühzeitig erkannt und es konnten Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Gebäuden getroffen werden. Ziel ist, SAFE zum Schutz und zur Verminderung von Schäden möglichst flächendeckend einzusetzen.
Gebäude umfassend und richtig versichern
Zu einer effektiven Risikovorsorge zählen neben individuellen Schutzvorkehrungen und baulichen Maßnahmen ein passender Versicherungsschutz. Die Versicherungskammer Bayern bietet eine Wohngebäudeversicherung mit KlimaKasko an, die neben Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel auch den Schutz vor weiteren Elementargefahren wie Hochwasser, Starkregen, Schneedruck, Lawinen, Erdfall, Erdrutsch und Erd-beben umfasst. Damit können bei der Versicherungskammer Bayern mehr als 99 Prozent aller Gebäude versichert werden.
Die Vorträge im Überblick
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Menschen brauchen Zukunft - Zukunft braucht Forschung
Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, Präsident Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
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Das Klima wandelt sich – Der Präventionsansatz der Versicherungskammer Bayern
Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied Versicherungskammer Bayern
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Können wir vor Extremwetter besser warnen?
Vorstellung des SAFE-Forschungsprojekts
Ulrich Meissen, Projektleiter und Gruppenleiter Fraunhofer
Institut für Software- und Systemtechnik ISST
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Eine Stadt am, statt im Fluss – Hochwasserschutz in Neuburg an der Donau
Paul Leikam, Leiter Amt für Abwasserbeseitigung und
Hochwasserschutz, Neuburg an der Donau
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SAFE - Ein Frühwarnsystem aus der Sicht eines Kommunalpolitikers
Hans-Dieter Kandler, Bürgermeister Marktgemeinde Mering
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Wacker gegen Naturgefahren – Ein Industriestandort ist gut vorbereitet
Hans Donislreiter, Leiter Gefahrenabwehr Brandschutz
Wacker-Chemie AG
Alle Vorträge sind unter
www.vkb.de (Über uns / Unser Engagement / Symposium Klima 2010)
als Download abrufbar.
Auf Anfrage sind Fotos der Veranstaltung erhältlich.
Der Konzern Versicherungskammer Bayern ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und unter den Top Ten der Erstversicherer. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte er Beitragseinnahmen von 6,26 Mrd. Euro (vorläufig). Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig; im Krankenversicherungsgeschäft zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit. Der Konzern ist 2009 mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet worden und beschäftigt rund 6.500 Mitarbeiter.
Pressemitteilung 23. Februar 2010 "Klimasymposium" (Download PDF, ca. 581 KB)
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