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Renten-Special
 
Üppig ist anders!

Auch wenn die Deutschen nach einer aktuellen Umfrage des
Instituts für Demoskopie Allensbach auf die gesetzliche Rente schwören und sie für die ideale Form der Altersvorsorge halten: Sie wird in Zukunft nur eine Basisversorgung bieten. Durch Verschiebungen in der Gesellschaftsstruktur kommt das umlagefinanzierte Versorgungssystem an seine Grenzen. Die arbeitende Bevölkerung muss finanziell für die Rentner aufkommen. Das funktioniert dann, wenn es genügend junge, in die Sozialkassen einzahlende Gesellschaftsmitglieder gibt. Auf Grund der stetig sinkenden Geburtenrate und der zunehmend steigenden Lebenserwartung geht diese Rechnung jedoch nicht mehr auf.

Früh mit Vorsorge beginnen
Wer sich im Ruhestand auch weiterhin einen ordentlichen Lebensstandard leisten möchte, muss zusätzlich privat vorsorgen. Und je früher, desto besser; So das Credo der Experten. Bereits 2030 werden wir voraussichtlich nur noch 50 Prozent unseres letzten Nettoeinkommens als gesetzliche Rente beziehen. Und erschwerend greifen Faktoren, welche die individuelle Versorgungslücke zunehmend größer werden lassen.

Rente verliert an Wert
Stichwort: Kaufkraftverlust. Dabei handelt es sich um das Phänomen, dass 50 Euro in zehn oder 20 Jahren - bedingt durch die Inflation - deutlich weniger wert sind als heute. Dem sollen die sog. Rentenanpassungen entgegenwirken. Diese richten sich jedoch an der Entwicklung der Bruttolöhne- und Gehälter sowie dem Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenbeziehern aus. Dieses Verhältnis hat sich bekanntermaßen derart verschoben, dass diese Rentenanpassungen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich - bis zu aufeinanderfolgenden Nullrunden - heruntergefahren wurden. Selbst zukünftige Anhebungen werden die Inflation nicht mehr ausgleichen können.

Gekürzter Rentenanspruch
Weil immer weniger Beschäftigte immer mehr Rentner finanzieren müssen, hat der Staat die gesetzliche Rente zunehmend beschnitten. Erwartet einen heute 50-jährigen Durchschnittsverdienter mit 65 Jahren eine Rente von 898 Euro, wird ein heute 40-Jähriger nur noch einen Betrag von 794 Euro beziehen, ein jetzt 30-Jähriger magere 719 Euro (jeweils statistische Hochrechnungen unter Berücksichtigung eines Kaufkraftverlustes von einem Prozent). Für Frauen liegen diese Werte nochmals deutlich niedriger. Zudem versucht der Staat durch das gleichzeitige Anheben des Eintrittalters das Rentenniveau zu halten. Tatsächlich kürzt er damit den Bezug der Renten jedoch weiter. Wurde man früher mit 65 Jahren Rentner, ist dieses Eintrittsalter mit Übergangslösungen für ältere Jahrgänge nun auf 67 angehoben worden (für alle ab 1964 Geborenen).

Wer sich vorzeitig in den Ruhestand verabschieden möchte – was nach der gesetzlichen Rentenversicherung frühestens mit 63 möglich ist - kann dies nur mit empfindlichen Einbußen tun. Jeder vorgezogene Monat bedeutet einen Abzug von 0,3 Prozent – und das bis ans Lebensende. In Zahlen: Wer mit 63 in Rente geht, bekommt z.B. statt 1.000 Euro nur 856 Euro im Monat. Das summiert sich bei 20 Jahren Rentenbezug auf satte 34.560 Euro. Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, ob man die Jahrzehnte lückenlos in Lohn und Brot stand. Für viele ist das aus den verschiedensten Gründen kaum mehr möglich.

Nachgelagerte Besteuerung
Außerdem werden die Zahlungen aus der gesetzlichen Alterssicherung in Zukunft höher besteuert werden. Hintergrund ist die Umstellung auf die "nachgelagerte Besteuerung". Dabei können zwar die Beiträge Schritt für Schritt in der Einzahlphase besser abgesetzt werden, jedoch erhöht sich auch der Anteil der zu versteuernden Rente abhängig vom Rentenbeginn. Fallen aktuell nur 60 Prozent Abgaben an den Fiskus, werden es 2020 bereits 80 und 2040 dann 100 Prozent sein.

 
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