Ausstellungszeitraum 09. 05. 2001 bis 21. 07. 2001
Robert Rauschenberg: Posters
Robert Rauschenberg ist einer der bedeutendsten amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein Werk prägt eine schier unerschöpfliche Experimentierfreude. Seit 1960 entwirft Rauschenberg kontinuierlich Plakate für eigene Ausstellungen, für kulturelle Veranstaltungen und zu gesellschaftspolitischen Themen.
Die Plakate des Künstlers dokumentieren beispielsweise sein soziales und politisches Engagement: Rauschenberg hat mehrere gemeinnützige Organisationen gegründet.
Innerhalb seines Oeuvres bildet die Plakatkunst mit rund 100 Arbeiten eine wichtige Werkgruppe, die sich im Vergleich mit seinem durch Wandel und Brüche gekennzeichneten Schaffen stilistisch als homogen erweist. Die Mehrzahl der Plakate ist nicht explizit der Pop-Art zuzuordnen, auch entsprechen die wenigsten seiner „posters“ plakativen Qualitäten. Fernwirkung und Informationsaufnahme werden – als Reaktion auf mediale Konkurrenz und Schnelllebigkeit – durch visuelle Vielschichtigkeit ersetzt.
Rauschenbergs Plakate geben in ihrer gestalterischen und motivischen Komplexität dem Betrachter Rätsel auf und fordern einen reflektierenden Umgang.
Ihre besondere Qualität liegt im scheinbar mühelosen, spielerischen Verschmelzen von kreativer Anstrengung und immensem technischen Aufwand. Rauschenberg hat nicht nur die amerikanische Plakatkunst mitbegründet, er hat durch seine Plakate dieses Medium neu interpretiert.
Die Ausstellung in der Versicherungskammer Bayern – die erste, die sich ausschließlich diesem Thema widmet – zeigt rund 70 der herausragendsten Plakate aus allen Stilphasen.
