Ausstellungszeitraum 12.02.2003 bis 20.04.2003
"Vom Bauhaus zur Meisterschaft"
Fritz Winter (1905-1976) war Gründungsmitglied von ZEN 49 und seit 1935 in Dießen am Ammersee tätig. Dort entwickelte Winter, ausgehend vom Werk seiner Lehrer Wassily Kandinsky, Paul Klee und Naum Gabo, eine von der deutschen Romantik inspirierte Formensprache, die in den 1950er Jahren zur vollen Entfaltung gelangte. Stilistisch steht ihm Wilhelm Imkamp (1906-1990) nahe, der ebenfalls mit der Gruppe ZEN 49 zusammen ausstellte.
Imkamp war in den 1950er Jahren ein bekannter Künstler, der seine Werke in renommierten deutschen Museen, unter anderem im Suermondt Museum Aachen und in der Kunsthalle Bremen, präsentierte. Imkamps Kompositionen erinnern in ihrem rhythmischen Aufbau und Farbklang an Musik.
Die Gemälde, die Eugen Batz (1905-1986) in der Nachkriegszeit malte, sind von Landschaftseindrücken inspiriert und wecken Assoziationen an die Kunst des Informel. In seinem Spätwerk tauchen Figurenchiffren auf, die existentielle Fragen aufwerfen. Rudolf Ortner (1912-1997) hat sich als Architekt einen Namen gemacht und sich auf Sportbauten spezialisiert. Seine seit Mitte der 1970er Jahre entstandenen Bilder und Fotografien thematisieren die Konstruktion und Gestaltung von Raum mit Flächen und Linien. Durch gezielte An- und Ausschnitte werden die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion aufgehoben. Die Ausstellung zeigt mit rund 90 Werken, davon zahlreiche Leihgaben aus den Archiven der Künstler, die stilistischen Möglichkeiten, die sich den ehemaligen Bauhaus-Studenten in den 1950er Jahren eröffneten. Sie macht eine Nachkriegskunst lebendig, die Abstraktion mit einer metaphysischen Dimension verbindet.
