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Artur Jost Pfleghar
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Ausstellungszeitraum 11.09.2002 bis 02.11.2002

Artur Jost Pfleghar: Der mit dem Wolf tanzt

 

Der Mensch steht motivisch und inhaltlich im Mittelpunkt von Pfleghars Bildern. Sein Augenmerk richtet der Künstler auf die Beziehungsfähigkeit und Kommunikation der Menschen, die durch Medien und Globalisierung beeinflusst und gestört werden. Die Menschen wirken getrieben und ihrer hektischen Umwelt ausgeliefert.

Einen Gegenentwurf dazu bildet eine Reihe von Paar-Darstellungen, die einen ruhigen, fast intimen Ton anschlagen. Sie zeigen androgyne Figuren, die sich einander zuwenden oder gegenseitig abweisen. Köpfe, Gesten und Gebärden werden markant betont, die Körper fragmentiert. Eine weitere wichtige Werkgruppe ist dem Wolf gewidmet. Dieses Tier verkörpert die Zerrissenheit der Menschen sowie den täglichen Überlebenskampf und fungiert zugleich als Markenzeichen des Künstlers. Daher symbolisiert der Wolf ebenso Durchsetzungsvermögen und Selbstbehauptung.
Die Präsentation gibt einen Überblick über das Werk seit 1992, sie umfasst Malerei, Zeichnung und Skulpturen. Erstmals zu sehen ist eine 12-teilige Installation, die Pfleghars Eindrücke in den Straßen von Manhattan reflektiert.

Lebenslauf

1945 in Teisnach/Bayerischer Wald geboren
1967-1968 Verlags-Volontariat; es entstehen erste politische Karikaturen
1969-1975 Arbeit als Werbegrafiker, später als Marketing- und Werbeleiter
1976 freiberufliche Tätigkeit als Grafiker und Hinwendung zur Malerei;
Auseinandersetzung mit dem Werk Pablo Picasso und dem deutschen
Expressionismus
1985-1991 Arbeit am Projekt "Brainchip" als Ergebnis und Synthese der Auseinandersetzung mit Ökologie und Ökonomie
1988 Preisträger der Landeskunstwochen Baden-Württemberg; es entstehen erste Plastiken
1989 Reise nach Prag; dort Beginn der Serie mit Wolf-Darstellungen
1991-1994 Atelier in Brooklyn/New York, dort entsteht die "New York-Installation";
Projektarbeit an "New Theben", der Vision einer neuen Gesellschaft
1991-1997 in Verbindung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit , Familie und Frauen Baden-Württemberg entwirft Pfleghar den "Drogen-Altar", eine Installation aus Skulpturen und Malerei, die stark autobiografisch geprägt ist
1994-1999 Arbeit am Kaaba-Projekt, das 7x7x7, also 343 Keramikgefäße sowohl real als auch virtuell vernetzt
seit 1995 weitere Projektarbeiten mit dem Ziel, "als Form des erweiterten Kunstbegriffs verstanden und als Visionen beurteilt zu werden, die durchaus real umgesetzt werden könnten" (Artur J. Pfleghar)
1997 Ausstellung in der Galerie der Stadt Waiblingen
seit 1999 entstehen im Atelier in Stuttgart vorwiegend Gemälde, im Bayerischen Wald Skulpturen
 

Artur J. Pfleghar lebt und arbeitet in Stuttgart, München und im Bayerischen Wald.

 
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© Versicherungskammer Bayern - Artur Jost Pfleghar
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